Konkret geht es der örtlichen Behörde um drei Forderungen, wie Gemeindepräsident Peter Hodel auf Anfrage bekannt gab: «Wir möchten, dass die WC-Räume wieder geöffnet werden.» Zudem sollten auch die Warteräume wieder genutzt werden können. Und schliesslich würden die SBB gebeten, dafür zu sorgen, dass die Umgebung einen «bahnhofswürdigen» Eindruck mache. Einen Teil des Areals pflegt nach Hodels Worten die Gemeinde. Auf jenem Teil aber, für den diese nicht zuständig sei, werde schlicht nichts gemacht.

Ohne Geld läuft nichts bei SBB

Die «unschönen Flecken» auf der Visitenkarte der Gemeinde beim Bahnhof hatten auch an der Gemeindeversammlung im Juni zu reden gegeben. Der Gemeinderat traf sich dann mit zwei SBB-Vertretern zum Ortstermin. Mit dem Antwortbrief, den die SBB in der Folge dem Gemeinderat schickten, wurde dieser freilich nicht glücklich. Die SBB, so Hodel, seien offensichtlich ohne Kostenbeteiligung der Gemeinde nicht bereit, etwas zu unternehmen. «Natürlich gibt es Vandalismus beim Bahnhof», sagt der Gemeindepräsident. «Damit kämpfen auch wir.» Die Schliessung von WC-Anlagen und Wartsaal sei trotzdem keine Lösung.

In Sachen Mieter noch nichts Konkretes

Offiziell wollen auch die SBB den Bahnhof Schönenwerd nicht einfach den Vandalen überlassen. Ziel sei es, «dass baldmöglichst wieder ein Mieter in das ehemalige Schalterhallengebäude einziehen wird», liessen die SBB Ende Juni auf Anfrage verlauten. Peter Hodel bestätigt, dass in Sachen Nutzung des Bahnhofs etwas in Planung ist. Die Gemeinde begrüsse das. Jedoch könne im jetzigen Zeitpunkt noch nichts Konkretes vermeldet werden. (uw)