Unterentfelden

Gemeinderat stellt Schulverband und Schulhaus-Neubau in Frage

Am 18. Mai wird in Unter- und Oberentfelden über den Baukredit für dieses Schulhaus abgestimmt.

Am 18. Mai wird in Unter- und Oberentfelden über den Baukredit für dieses Schulhaus abgestimmt.

Das neue Schulhaus kostet vier Steuerprozente. Zu viel für den arg strapazierten Finanzhaushalt der Gemeinde, argumentiert der Gemeinderat und lehnt den 14,5-Millionen-Kredit ab und stellt die aktuelle Schulorganisation in Frage.

Angesichts der prekären Finanzlage wehrt sich der Gemeinderat gegen den 14,5 Mio. Kredit für den Neubau des Schulhauses Erlenweg 2, über den die Stimmberechtigten von Oberentfelden und Unterentfelden am 18. Mai 2014 abstimmen.

Mit dem bewilligten Schulpavillon Matte werde auf Beginn des neuen Schuljahres die Raumnot behoben, argumentiert der Gemeinderat. «Sollte in Zukunft effektiv weiterer Schulraum benötigt werden, könnte er analog dem Schulpavillon Matte in modularer, leicht erweiterbarer Form geschaffen werden.» Er könne zudem bei Bedarf schnell organisiert werden.

Auch wenn in den letzten Jahren in beiden Gemeinden ein Bevölkerungswachstum zu verzeichnen war, heisst das laut Gemeinderat nicht, dass automatisch die Schülerzahlen steigen. Gemäss der Statistik mit Stichtag 12. August 2013 bewegen sich die Schülerzahlen seit der Betriebsaufnahme des Schulverbands im Jahr 2003 zwischen 1332 und 1399. Im Schuljahr 2013/2014 werden 1354 Schülerinnen und Schüler unterrichtet.

Der Gemeinderat hält zudem fest, dass zurzeit im Schulbereich verschiedene Änderungsbestrebungen auf kantonaler Ebene laufen. So sollen beispielsweise die Klassenmindestgrössen angehoben oder die Einschulungsklassen aufgehoben werden. Veränderungen bei den Schülerzahlen seien schwer abschätzbar.

Gemäss den vorgenommenen Berechnungen kostet das neue Schulhaus gegen vier zusätzliche Steuerprozente. Die Gemeindeversammlung vom 17. Februar 2014 bewilligte für das Jahr 2014 einen Steuerfuss von 108 Prozent. Um die Erfolgsrechnung ausgeglichen zu gestalten, wären 114 Prozent nötig gewesen. Die Rechnung 2013 schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 922 000 Franken.

Es bereite ihm je länger je mehr Mühe, dass er keinen Einfluss auf die Schulfinanzen hat, die über einen Drittel der Gemeinderechnung ausmachen, betont der Gemeinderat. Die jüngsten, auch in den Medien diskutierten Querelen zwischen Kreisschulrat und Schulpflege hätten für zusätzlichen Unmut gesorgt.

Der Gemeinderat stellt daher die heutige Schulorganisation mit dem Gemeindeverband in Frage, was dem Gemeinderat Oberentfelden mitgeteilt und an der nächsten gemeinsamen Sitzung besprochen werde.

Dem Gemeinderat sei es jedoch ein grosses Anliegen, dass die Schule Entfelden eine gute Qualität aufweise.

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