Auenstein

Gemeinderat rechnet mit roten Zahlen im Budget – Steuerfuss soll bei 93 Prozent bleiben

Auenstein mit seinem Schloss: Der Steuerfuss soll bei 93 Prozent bleiben.

Auenstein mit seinem Schloss: Der Steuerfuss soll bei 93 Prozent bleiben.

Die Gemeindeversammlung stimmt unter anderem über einen Verpflichtungskredit, das Budget 2019 und die Revision der Gemeindeordnung ab.

Die schlechte Nachricht: Der Gemeinderat Auenstein rechnet im Budget 2019 mit einem Aufwandüberschuss von 67 850 Franken. Gegenüber einem Aufwand von 7,07 Mio. Franken steht ein Ertrag von 7 Mio. Franken. Der Aufwandüberschuss sei vor allem auf die Abschreibungen des MZG Bündte sowie die höheren Abgaben für den Finanz- und Lastenausgleich zurückzuführen. Die übrigen Ausgaben seien meist vorgegeben oder unveränderlich, hält der Gemeinderat in der Botschaft an die Gemeindeversammlung fest.

Die gute Nachricht: Der Steuerfuss soll nicht erhöht werden und auf 93% festgesetzt werden. Zudem konnte die Gemeinde eine erfreuliche Steigerung bei den Steuereinnahmen feststellen. Weiter konnten die Ausgabenpositionen «dank restriktiver Überprüfung und Senkung der Eingaben auf dem bisherigen Niveau gehalten werden», schreibt der Gemeinderat. Aufgrund des Rechnungsergebnisses 2017 muss die Gemeinde Auenstein 392 000 Franken an den neuen Finanz- und Lastenausgleich beitragen. Nächstes Jahr hingegen erhält sie einen Übergangsbeitrag von 103 500 Franken.

Gebührenüberprüfung folgt

Mit Aufwandüberschüssen wird auch bei den Eigenwirtschaftsbetrieben (Wasserwerk, Abwasserbeseitigung und Abfallwirtschaft) gerechnet. Das aufgrund der Umstellung vom hydrologischen Jahr zum Kalenderjahr. Die Gebührensituation wird wegen der neuen Reglemente nach Vorliegen des Rechnungsabschlusses 2020 überprüft.

Auf der Traktandenliste steht zudem die Kreditabrechnung Ringschluss «Unter dem Stock/Rütigasse». Diese schliesst mit Fr. 6438.40 über dem gesprochenen Kredit von 186 000 Franken. Einen Ringschluss braucht es auch für die Wasserleitung «Im Fahr/Mühliacherweg». Der Verpflichtungskredit über 444 000 Franken steht an der Gmeind zur Diskussion.

Die neue Ringschlussleitung soll beim Streckenschieber der bestehenden Duktilgussleitung im Bereich Mühliacherweg angeschlossen werden. Sie verläuft im Mühliacherweg zur Kantonsstrasse Im Fahr und weiter bis zur bestehenden Stumpenleitung für die Hydranteneinspeisung beim Einlenker in das Aaresträsschen Auschachen. Um die Brandschutzsicherheit zu erhöhen, sind auf der Parzelle der Felix Fricker AG und einer privaten Parzelle jeweils ein neuer Hydrant geplant.

Mehr Kompetenz für Behörde

Weiteres Thema auf der Traktandenliste: die Revision der Gemeindeordnung. Die aktuelle Gemeindeordnung von Auenstein datiert aus dem Jahr 1981 mit Teilrevisionen aus den Jahren 2000 und 2005. Aufgrund eines Überweisungsantrags an der letzten Gemeindeversammlung wurde der Gemeinderat verpflichtet, die in der Gemeindeordnung verankerte Mitgliederzahl der Schulpflege von bisher fünf auf neu drei Mitglieder zu reduzieren. Nun beantragt der Gemeinderat selber weitere Änderungen.

So soll beispielsweise die Zahl nötiger Unterschriften für ein Referendum auf einen Fünftel der Stimmberechtigen angehoben werden. Bis anhin war es ein Zehntel. Weiter soll dem Gemeinderat ermöglicht werden, ohne Gemeindeversammlungsbeschluss Baurechtsverträge von geringer Bedeutung abzuschliessen. So könnten Infrastruktur-Projekte rasch und effizient umgesetzt werden, argumentiert die Behörde.

Zudem soll künftig die Zusicherung des Bürgerrechts Kompetenz des Gemeinderats sein und nicht mehr wie bisher der Gemeindeversammlung.

Gemeindeversammlung am 23. November um 20 Uhr in der Turnhalle Auenstein.

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