Erlinsbach AG
Gemeindepräsident Markus Lüthy: «Entspannung der finanziellen Lage eher früher als erwartet»

Der Voranschlag für 2017 zeigt eine deutliche Verbesserung der Finanzlage gegenüber dem laufenden Jahr. Der Steuerfuss soll bei 98 Prozent bleiben.

Hermann Rauber
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Markus Lüthy rechnet für 2017 mit einer leichten Erhöhung auf 10,63 Millionen Franken.

Markus Lüthy rechnet für 2017 mit einer leichten Erhöhung auf 10,63 Millionen Franken.

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Tiefere Abschreibungen, weniger Zinsaufwand und ein leicht erhöhter Steuereingang: Das sind die positiven Eckwerte des Budgets von Erlinsbach AG, das mit einem Umsatz von 13,8 Millionen Franken rechnet. Gemeindepräsident Markus Lüthy sieht die Gründe für die erfreuliche Entwicklung einerseits bei der nach wie vor regen Bautätigkeit, die am Jurasüdfuss neue Steuerzahler gebracht hat und immer noch bringt. Auf der anderen Seite verfolge der Gemeinderat seit Jahren eine «restriktive Ausgabenpolitik», das heisst er trenne «konsequent zwischen dem Wünschbaren und dem Notwendigen».

In Erlinsbach legt man zudem wert auf eine Konstanz beim Steuerfuss, der seit acht Jahren bei 98 Prozent liegt und damit berechenbar bleibt. Die Prognosen für die Steuererträge lauten nicht zuletzt wegen der Bevölkerungsentwicklung optimistisch. Markus Lüthy rechnet für 2017 mit einer leichten Erhöhung auf 10,63 Millionen Franken. «Weil wir praktisch keine Einnahmen aus Aktiensteuern haben, sind wir keinen heftigen Schwankungen unterworfen und können ziemlich genau budgetieren», betont der Erlinsbach «Finanzminister».Der Spielraum für die Gemeinde bleibt allerdings eng, die gesetzlich gebundenen Ausgaben verharren auf hohem Niveau oder bringen teilweise gar Kostensteigerungen. Trotzdem stimme der Blick auf den mittelfristigen Finanzplan laut Lüthy «zuversichtlich».

Erlinsbach habe in der jüngsten Vergangenheit viel investiert in die Schule und die öffentliche Infrastruktur. Deshalb komme die «Entspannung der finanziellen Lage eher früher als erwartet». Allerdings bleiben die langfristigen Schulden auch im kommenden Jahr bei rund 12,5 Millionen Franken. Wenigstens muss Erlinsbach laut Voranschlag im nächsten Jahr kein weiteres Geld aufnehmen. Es sei deshalb Ziel der Behörde, «in absehbarer Zeit das Fremdkapital, auch wenn es im Moment günstig zu haben ist, schrittweise abzubauen», stellt der Gemeindepräsident in Aussicht.

2,1 Mio. Fr. für Sportanlage

Gemäss Voranschlag 2017 kann Erlinsbach rund eine Million Franken abschreiben. Auf der anderen Seite stehen für das nächste Jahr Nettoinvestitionen von lediglich knapp 700 000 Franken, vorwiegend im Strassenbau und für die Sanierung und Erneuerung der Sportanlage Breite. Dieses Geschäft mit dem Antrag auf einen Verpflichtungskredit über 2,142 Millionen Franken steht ebenso wie der Voranschlag auf der Traktandenliste der Winter-Gmeind, die am Freitag, 25. November, um 19 Uhr in der Mehrzweckhalle Kretz stattfinden wird.