Densbüren

Gemeindefusion: «Densbüren und Aarau – das passt einfach nicht.»

Die 70-jährige Romi de Ambrosis (l.) übergibt die Unterschriften an Gemeindeschreiberin Margrit Stüssi. Bild: Nadja Rohner

Die 70-jährige Romi de Ambrosis (l.) übergibt die Unterschriften an Gemeindeschreiberin Margrit Stüssi. Bild: Nadja Rohner

Das Referendum steht wohl: Romi De Ambrosis reichte 162 Unterschriften für Fusionsabklärungen im Staffeleggtal ein.

Sie hat es geschafft: Romi De Ambrosis (70) reichte am Dienstagnachmittag 162 Unterschriften für eine Referendumsabstimmung bei der Gemeindekanzlei Densbüren ein. Damit will die Asperin den Beschluss der Gemeindeversammlung an die Urne bringen.

Diese hatte am 25. September Nein gesagt zu Fusionsabklärungen mit Herznach und Ueken. Für das Zustandekommen des Referendums sind 139 gültige Unterschriften nötig. Gemeindeschreiberin Margrit Stüssi sagt, man werde die Unterlagen am Mittwoch prüfen und wisse dann erst ganz sicher, ob das Referendum zustande gekommen ist.

Sonder-Abstimmung im Dezember?

Der Entscheid an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung war mit 53 Ja zu 78 Nein gefallen (bei 134 anwesenden von total 555 Stimmbürgern). Die Referendumsfrist liefe noch bis 4. November. Aber unter Romi De Ambrosis kam das Referendum – aller Voraussicht nach – in nur zwei Wochen zustande. Praktischerweise brachte das Herbstfest am Samstag vor einer Woche die Densbürer ohnehin zusammen, da habe sie bereits etwa 100 Unterschriften gesammelt, sagt De Ambrosis.

Die pensionierte Büroangestellte lebt seit 34 Jahren im Densbürer Ortsteil Asp. An der Gemeindeversammlung konnte sie wegen Ferienabwesenheit nicht teilnehmen; aber das Resultat habe sie sehr überrascht. Sie findet, man soll sich, wenn schon, im Staffeleggtal zusammentun und nicht im «Zukunftsraum Aarau»: «Densbüren und Aarau – das passt einfach nicht.»

Wie geht es weiter? Der nächste offizielle Abstimmungstermin des Bundes wäre schon am 24. November. Reicht das? «Nein, das ist nicht realistisch», sagt die Gemeindeschreiberin. Denn das Zustandekommen des Referendums muss öffentlich publiziert und dann eine dreitägige Beschwerdefrist abgewartet werden. Die Publikation kann erst am Donnerstag in einer Woche (31. Oktober) erfolgen. Und spätestens am 6. November müsse das Abstimmungsmaterial auf die Post. Unter Berücksichtigung der Beschwerdefrist sei das zu knapp, sagt Stüssi.

Wartet Densbüren also bis zum übernächsten Abstimmungstermin? Der wäre erst am 9. Februar 2020. «Der Gemeinderat entscheidet das an seiner Sitzung vom kommenden Montag», sagt Margrit Stüssi. «Er hat die Möglichkeit, einen Abstimmungstermin ausserhalb der offiziellen Blanko-Abstimmungstermine festzusetzen.» Eine Abstimmung an einem Dezember-Sonntag liege im Bereich des Möglichen.

Ein separater Abstimmungstermin verursacht zwar zusätzliche Kosten. Unter Umständen wäre das aber im Sinne aller Beteiligten. Denn Herznach und Ueken haben ihre Fusionsabklärungen mit einer Startsitzung schon begonnen. Je schneller Klarheit herrscht, ob Densbüren dabei ist, desto realistischer ist es, dass die drei Gemeinden im Sommer 2020 ihren Stimmbürgern eine Fusionsanalyse vorlegen können. Das wiederum wäre im Sinne des «Zukunftsraums Aarau». Denn auch dort ist geplant, den Stimmbürgern in Densbüren, Aarau, Unter- und Oberentfelden im Sommer 2020 eine Entscheidungsgrundlage für eine Fusion vorzulegen (in Suhr erst im November 2020).

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