Der Aarauer Investor Martin Ammann wird mit seiner Firma ADAG Liegenschaften AG die Bauparzelle "Bärenplatz" von der Einwohnergemeinde kaufen – für 2,8 Millionen Franken. Die Verträge sind bereits unterzeichnet, müssen aber noch vom Einwohnerrat abgesegnet werden. Er tagt am 19. Oktober.

So soll der Neubau aussehen

Es existiert bereits ein Vorprojekt für die Überbauung, erstellt vom Aarauer Architekturbüro Frei Architekten.

Die Studie der Architekten zeigt, wie das künftige Zentrum auf dem Bärenplatz aussehen könnte.

Die Studie der Architekten zeigt, wie das künftige Zentrum auf dem Bärenplatz aussehen könnte.

Laut Einwohnerratsbotschaft sind im Erdgeschoss sowie mindestens im 1. Obergeschoss publikumsorientierte und öffentliche Nutzungen vorgesehen. Im Erdgeschoss soll es ein Restaurant mit Aussenbewirtschaftung geben, im 1. Obergeschoss Büros oder Gewerbeflächen. Die Gemeinde würde ihrerseits gerne das Regionale Betreibungsamt auf diesem Geschoss unterbringen. Ein Postulat der EVP, man möge die Gemeindebibliothek in die Überbauung Bärenplatz integrieren, lehnt der Gemeinderat aus Kostengründen ab.

In den übrigen drei Geschossen soll es Wohnungen geben, wobei das 2. Obergeschoss bei Bedarf auch ein Gewerbegeschoss sein könnte.

Die Parkplatzsituation

Aussen gibt es 14 Parkplätze, 27 weitere sollen in einer neuen Tiefgarage entstehen. Sie wird via Suhrenweg erschlossen. "Die Tiefgarage könnte im Rahmen des Neubaus auch doppelt so gross gebaut werden", schreibt die Gemeinde in der Botschaft. "Damit ergäbe sich für die Einwohnergemeinde die Möglichkeit, im Rahmen des Neubaus auch für ihre Bedürfnisse noch 30 Tiefgaragenplätze zu realisieren." Das würde aber etwa 1,1 Millionen Franken kosten. Die Gemeinde will darauf verzichten, weil "fraglich ist, ob die zusätzlichen Einstellhallenplätze in nächster Zeit rentabilisiert werden könnten". Geplant ist aber, den bestehenden Parkplatz beim Gemeindesaal Richtung Norden um etwa 80 Plätze zu erweitern.

Der öffentliche Platz

Zwischen dem geplanten Neubau und dem Gemeindesaal entsteht ein etwa 3000 Quadratmeter grosser Platz, der "als zentraler öffentlicher Begegnungsort gestaltet" werden soll, heisst es in der Einwohnerratsbotschaft. Maximal 200 Quadratmeter stehen für die Aussenbewirtung zur Verfügung. Eine Begleitgruppe soll die Platzgestaltung erarbeiten. Für die Kosten muss die Gemeinde aufkommen, sie rechnet mit 1,65 Millionen Franken.