«Aktuell sind in Küttigen neun Asylbewerber untergebracht», sagt Gemeinderat Peter Forster. Damit wird das Kontingent, das die Gemeinde zur Verfügung stellen muss, um drei Personen nicht erfüllt. Was bedeutet, dass die Gemeinde dem Kanton pro Quartal gegen 2000 Franken erstatten müsste. «Das ist doch nicht in Ordnung», erklärt Forster. Die Gemeinde wird denn auch beim Kanton in der Sache vorstellig werden. Als Asylunterkunft dient das Haus an der Küttigerstrasse 9.

Sonst keine Probleme

Die Liegenschaft gehört dem Kanton. Bis Herbst 2010 hatte sie die Gemeinde gemietet und bedürftigen Familien weitervermietet. Als dafür kein Bedarf mehr bestand, wurde das Mietverhältnis gekündigt. Dass der Kanton das Haus als Asylunterkunft vorsehen könnte, war der Gemeinde damals bewusst, wie Gemeindeammann Dieter Hauser erklärte. Man wehrte sich erst dagegen, als darin ausschliesslich Männer hätten untergebracht werden sollen.

Heute leben da zwei Familien. Weitere Asylbewerber wohnen in privaten Unterkünften. Gemeinderat Forster: «Wir haben mit den Asylbewerbern keine Probleme. Und aus der Bevölkerung haben wir keine Reaktionen, weder positive noch negative.»