Oberentfelden

Gelungene Theaterpremiere im Gedenken an Beat Unternährer

Turbulenzen sind im Stück «Zimmer 12A» programmiert.

Turbulenzen sind im Stück «Zimmer 12A» programmiert.

Nach dem Schock und der Trauer über den plötzlichen Tod ihres Mitspielers Beat Unternährer konnten die Oberentfelder Theaterleute ihr Premierenpublikum mit der Verwechslungskomödie «Zimmer 12A» zum Lachen bringen.

«Ich bin überzeugt, Beat schaut uns zu und freut sich mit uns», sagte Präsidentin Patrizia Hängärtner am späten Samstagnachmittag vor der Premiere des Lustspiels «Zimmer 12A» von Anthony Marriot und Bob Grant. Der plötzliche Tod von Beat Unternährer, der eine Hauptrolle innegehabt hätte, hatte die Oberentfelder Theaterleute geschockt, nicht gelähmt. Die Überzeugung, im Sinne des Verstorbenen zu handeln, wenn sie weiter machten, liess die Premiere zu einem Erfolg werden: Das Publikum war begeistert.

Ein heruntergekommenes Hotel ist der Schauplatz des Lustspiels. Doktor Gabathuler möchte mit seiner Sprechstundenhilfe ein Schäferstündchen halten, während das frisch verheiratete Ehepaar da die Flitterwochen verbringen möchte. Wenn nur dieser Schluckauf nicht wäre, der die Frau befällt, wenn Sex in der Luft liegt! Als Frau Gabathuler, Harfenistin mit unerwartetem Einsatz am Musikfestival im Ort, auch noch im Hotel absteigt, ist ein äusserst turbulentes Geschehen lanciert. Die Jungfrau wird vermeintlich zur schwangeren Nymphomanin; der unbeholfene junge Ehemann zum Sexmonster. Und alles nur, weil Personen im Doppelbett liegen, die nicht zusammen im Bett liegen sollten.

Nicht genug der Verwicklungen: Da kommt noch der Waldhornist mit seiner alkoholsüchtigen Frau, was neuen Paarungen den Weg bereitet. Und wer sollte den Überblick behalten? Der Manager natürlich, aber der kann ja nicht einmal ein Lavabo reparieren, ohne dass es in Brüche geht. Und der Portier tut nur seinen Dienst. Aufs Maul ist er nicht gefallen, und auch der seitenspringende Herr Doktor setzt notgedrungen auf Ausreden und Umdeutungen.

Regisseur Peter Locher, der für Beat Unternährer die Rolle des Hotelmanagers spielt, bringt mit seiner Truppe ein Stück auf die Bühne, in dem der Zuschauer meist mehr weiss als die Spieler. Tür auf, Tür zu. Schlag auf Schlag folgen sich die Pointen. Das Publikum kann lachen über derbe Sprüche, Situationskomik zu Hauf und einen feinen Gag zum Schluss.

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