Densbüren
Gehört Densbüren nach Aarau oder ins Fricktal?

Urs Hofmann lässt die Diskussionen um die Zugehörigkeit von Densbüren bei dem Besuch der kleinsten Aargauer Gemeinde wieder aufflackern. Gehört die Gemeinde jetzt zu Aarau oder ins Fricktal?

Hubert Keller
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«Densbüren ist eher klein.» So definiert sich das 750 Einwohner zählende Densbüren-Asp auf seiner Homepage. Eher klein, also nicht ganz klein, dafür mit 1252 Hektaren flächenmässig gross. Oder doch nur eher gross?

Jeden Monat in jedem Bezirk die kleinste Gemeinde besuchen, dies hatte sich Regierunsgrat Urs Hofmann im Februar letzten Jahres vorgenommen. Damals war er von Gemeindeammännern kleiner Gemeinden (Densbüren war nicht dabei) zur Aussprache zitiert worden: Diese befürchteten, im Zuge des strukturellen Umbaus des Aargaus (Gerag u.a.) an Autonomie zu verlieren.

Densbüren gehört nach Aarau

Das ist auch in der kleinsten Gemeinde im Bezirk Aarau ein Thema – sowie die Befürchtung, man könnte, geografisch zum Fricktal gehörig, dem Bezirk Laufenburg zugeschlagen werden. Gemeindeammann Peter Amsler: «Wir haben den gleichen Glauben wie die Aarauer und sprechen die gleiche Sprache.» Mit dem neuen Stafeleggzubringer, so Amsler, rücke Densbüren noch näher zu Aarau. Er hoffe, nicht nur zum Wyne-Center, sondern auch zur Altstadt, entgegnete Hofmann.

Das lockere Gespräch streifte alle möglichen Themen, vom neuen Gerichtsmodell bis zum Vormundschaftswesen, von steuerlichen Belastungen zu Gemeindefusionen. Regierungsrat Hofmann: «Der Kanton sagt nicht, was die Gemeinden zu tun haben, doch heisst Gemeindeautonomie auch, Verantwortung zu übernehmen.» Es gehöre zum Job jedes Gemeinderates, in Varianten zu denken und in Erwägung zu ziehen, dass die Mittel aus dem Finanzausgleich nicht immer im gleichen Umfang fliessen müssten.

«Bei uns sind die Finanzen zwar immer ein Thema», sagte Amsler, «doch wir haben sie im Griff.» Und zu einer Fusion im Staffelegg-Tal meinte er: «Wenn drei Kranke zusammengehen, werden die deswegen auch nicht gesund.»