Schon zum dritten Mal sagt er «Nein» zu einem neuen Stadion für den FC Aarau. Mit diesem Einspruch verzögert der Stadiongegner das Projekt erneut und zieht den Zorn der Fussballfreunde auf sich. 

Aber wer ist er eigentlich? Tele M1 ging dieser Frage auf die Spur. In seiner Nachbarschaft gilt der Beschwerdeführer als sturer Querdenker. Sein Nachbar Eduard Lüscher glaubt nicht, dass es dem Einsprecher um den Lärmschutz geht: «Er versucht, sich ein Denkmal zu setzen». Lüscher fügt resigniert an: «Wenn man im Leben sonst nichts erreicht hat...»

«Darauf waren wir vorbereitet»: FCA-Vizepräsident Roger Geissberger über den Weiterzug der Stadion-Beschwerde.

«Darauf waren wir vorbereitet»: FCA-Vizepräsident Roger Geissberger über den Weiterzug der Stadion-Beschwerde.

Recherchen von Tele M1 haben ergeben, dass der Beschwerdeführer der Stadt Aarau kurz vor seinem dritten Einspruch einen geheimen Deal vorgeschlagen hat. Das Friedensangebot des Einsprechers sei für die Stadt aber völlig inakzeptabel gewesen.

Aaraus Stadtrat Lukas Pfisterer ist überrascht über die Kenntnisse von Tele M1: «Ich stelle fest, dass Sie über vertrauliche Informationen verfügen. Offenbar wird auf der Seite des Beschwerdeführers Vertraulichkeit anders gehandhabt.»

Dem Stadiongegner geht es bei seiner Beschwerde um das Parkhaus, das schon gebaut ist. Seine Forderung: Am Sonntag darf dort niemand parkieren.

Ob er damit eine Chance hat? Für Pfisterer ist klar: «Seine Forderung ist rechtswidrig, sie ist eine Ungleichbehandlung gegenüber anderen Parkhäusern und macht vom Einweisungskonzept her keinen Sinn.»

Der Stadiongegner ist ein Anwohner des geplanten Stadions, allerdings ist er nur Mieter. Er ist aber vom Gesetz her trotzdem einspracheberechtigt, wie Nicole Schwarz, Rechtsanwältin beim Hauseigentümerverband erklärt: «Eine Betroffenheit ist auch beim Mieter vorhanden, nicht nur beim Hauseigentümer.»

Pikant: Gemäss Tele M1 hat der Hauseigentümer angeblich nichts gegen ein Fussballstadion. Allerdings wollten weder der Hauseigentümer noch der Mieter vor der Kamera Stellung nehmen. (jgl)