Suhr
Gegner von Atommülllager: «Auch wir müssen uns formieren»

Der Verein Kein Atommüll im Ballungsgebiet Aarau-Zofingen (KAAZ) hat zu einer ersten Kundgebung aufgerufen. Der Verein soll mächtig werden, um seine Ziele durchsetzen zu können.

Toni Widmer
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Rund 60 Personen kamen zur ersten Kundgebung gegen ein geplantes Endlager in Suhr.

Rund 60 Personen kamen zur ersten Kundgebung gegen ein geplantes Endlager in Suhr.

Toni Widmer

Fünf Dutzend Leute kamen zur ersten Demo gegen ein Atommülllager im Raum Suhr. Laut Eva Schaffner, Aarau, Vize-Präsidentin der Aargauer SP und Präsidentin des neu gegründeten Vereins KAAZ (Kein Atommüll im Ballungsgebiet Aarau-Zofingen) sollen es bald mehr werden: «Die Nagra lotet aus, wo einem möglichen Endlager am wenigsten politischer Widerstand erwächst. Wenn wir uns nicht sofort mächtig wehren, haben wir gegenüber den anderen möglichen Standorten bereits die schlechteren Karten», sagte Schaffner am Rande einer Wiese südlich des Wynencenters in Suhr.

Die Nagra erachtet den Standort zur Lagerung von schwach radioaktiven Abfällen für geeignet. KAAZ sieht dies anders: «Wir stehen hier auf einem riesigen Grundwasserstrom, wir leben in einem Ballungsgebiet mit über 200000 Leuten, unmittelbar neben dem ins Auge gefassten Standort bietet die Lebensmittelindustrie Hunderte von Arbeitsplätzen an. Es gibt viele Argumente, die gegen ein solches Lager sprechen», erklärte Schaffner.

Wehren will sich der Verein KAAZ (www.ka-az.ch) auch am geplanten Standort Kölliken. Dort findet am Mittwoch, 19. September um 18 Uhr die nächste Demo statt.