Das Ergebnis fiel nicht allzu deutlich, aber doch weniger knapp als da und dort erwartet aus: 3106 Ja-Stimmen standen 3807 ablehnende Stimmen gegenüber. Sprich: Hinter dem Budget standen rund 45 Prozent der Stimmenden, rund 55 Prozent lehnten es ab. 40 Stimmzettel waren leer oder ungültig. Die Stimmbeteiligung betrug 49,6 Prozent.

Das Budget der Stadt Aarau sah bei einer Erhöhung des Steuerfussers um 6 auf 100 Prozent ein minimes operatives Defizit von 0,3 Mio. Franken vor. Stein des Anstosses war die Steuererhöhung, die von den bürgerlichen Parteien SVP, FDP und CVP bekämpft wurde. Dies mit dem Hinweis darauf, dass das Sparpotenzial nicht ausgeschöpft sei.

Ursprünglich hatten die Befürworter einer Steuerfusserhöhung gar auf 103 Prozent gehen wollen, waren dann aber im Einwohnerrat aus abstimmungstaktischen Gründen auf den Kompromiss von 100 Prozent umgeschwenkt. Der Einwohnerrat stimmte dem Budget dann noch äusserst knapp, mit 25 zu 23 Stimmen zu. Nun hat der Souverän der von SP, Grünen, glp, EVP und Pro Aarau getragenen Lösung eine Absage erteilt. (uw)

Sparpaket im Aargau

18. November: Das grosse Streitgespräch in der Sendung "TalkTäglich" zum Sparpaket im Aargau