Aarau

Gebietsfremden Pflanzen geht es an den Kragen

Auch die Goldruten gehören zu den Neophyten (Archiv)

Auch die Goldruten gehören zu den Neophyten (Archiv)

Die invasiven Tier- und Pflanzenarten stellen zunehmend ein Problem dar. Die Stadt Aarau beteiligt sich an einem kantonalen Pilotprojekt zur Bekämpfung vongebietsfremden invasiven Tier- und Pflanzenarten.

Gebietsfremde Pflanzen und Tiere (Neobiota) können vielfältige ökologische, gesundheitliche und bauliche Schäden verursachen. Gemäss der Internationalen Naturschutzorganisation IUCN sind invasive Pflanzen- und Tierarten weltweit der zweitwichtigste Gefährdungsfaktor für den Verlust der Artenvielfalt. Noch stärkere negative Auswirkungen auf die Artenvielfalt hat nur die Veränderung der Lebensräume durch den Menschen.

Gebietsfremde Organismen können zu einem Problem werden, wenn sie sich auf Kosten anderer Organismen sehr stark ausbreiten und andere Arten verdrängen.

Aargau lanciert Pilotprojekt

Der Kanton Aargau hat für die Jahre 2012 bis 2014 ein Pilotprojekt lanciert, an dem sich auch die Stadt Aarau beteiligt. Die Neobiota-Strategie des Kantons hat zum Grundsatz, schädliche Auswirkungen von gebietsfremden Arten auf die Lebensqualität von Mensch und Tier, die wirtschaftlichen Aktivitäten sowie die Ökosysteme zu minimieren.

Die Aargauer Strategie stützt sich auf die fünf Eckpfeiler Prävention, koordinierte Bekämpfung, Zusammenarbeit mit Bund, Kantonen und Gemeinden, Information und Evaluation. Für den zentralen Eckpfeiler, die koordinierte Bekämpfung, werden Grundsätze und allgemeine Bekämpfungsziele formuliert.

Strukturen Schaffen

Es werden differenzierte Bekämpfungsziele für die einzelnen Problemarten definiert und der verhältnismässige Einsatz der Mittel und Massnahmen erprobt. Ein weiteres Ziel ist es, Strukturen für die Zusammenarbeit von Gemeinden und Kanton zu schaffen.

Für das dreijährige Pilotprojekt wurden je sieben Pflanzen und Tiere ausgewählt. Der Stadt Aarau dürften keine zusätzlichen Kosten entstehen.

Die Problematik der invasiven Neobiota im städtischen Umfeld sei eines der wichtigsten Umweltthemen. «Mit der Teilnahme an diesem Projekt bietet sich der Stadt die Möglichkeit, ihre Kompetenzen und Erfahrungen in diesem Bereich zu erweitern und den Austausch zu anderen Gemeinden und Akteuren zu stärken», stellt der Stadtrat fest. (kel)

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