Aarau

Gebell statt Gewieher auf der Pferderennbahn: Wer hat hier den schönsten Hund?

Rund 5000 Hunde sorgten am Wochenende im Schachen für einen tierischen Auflauf – an der Hundeausstellung der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft Schweiz.

Wo normalerweise Pferde um die Wette rennen, standen für einmal andere Vierbeiner im Fokus. Anlässlich der Ausstellung der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG) präsentierten Hundebesitzer aus 26 Nationen ihre Hunde, um herauszufinden, welches Tier das schönste ist.

Für die Begutachtung mussten sich Hunde und ihre Besitzer ins Zeug legen. Über mehrere Runden wurden Sieger und Siegerinnen in den einzelnen Rassen, Alterskategorien und Rassegruppen gekürt. In mehreren Ringen gleichzeitig überprüften die Kampfrichter die Gangart, Haltung und das Aussehen der Hunde. Bemerkenswert ist dabei die Technologie: Bei den Ausstellungen funktioniert alles digital, wie der Geschäftsführer der SKG, Andreas Rogger, erklärt: «Die Richter übertragen die Ergebnisse der einzelnen Tiere direkt in ein Online-System auf ihren Tablets. Spätestens eine Stunde nach Abschluss einer Rassegruppe können die Besitzer die Ergebnisse online einsehen.»

Das digitale System hat laut Andreas Rogger einen weiteren Vorteil: «Die Hundebesitzer müssen nicht mehr die ganze Zeit auf dem Platz sein, da sie online sehen, zu welchem Zeitpunkt sie an der Reihe sind.» Gerade bei diesen heissen Temperaturen sei dies wichtig. «Viele sind mit ihren Hunden im Wald oder warten an schattigen Plätzen auf ihren Einsatz. Zusätzlich haben wir auf dem Areal zwölf Wasserstellen eingerichtet, damit die Tiere jederzeit trinken und sich abkühlen können.»

Kantonalverband feiert

Nicht nur die Gewinner der verschiedenen Kategorien hatten im Schachen etwas zu feiern. Der Kantonalverband der Aargauer Kynologen (KVAK) feiert dieses Jahr 40-Jahr-Jubiläum und war mit einem grossen Festzelt auf dem Areal vertreten. Präsident Peter Bieri rekapitulierte in seiner Rede einige Eckpunkte der Vereinsgeschichte. Gegründet wurde der Verein ursprünglich, um das Verständnis zwischen Hundehaltern und Bevölkerung zu verbessern. Zudem sollte er auch als Ansprechgruppe für die Politik fungieren, um das Interesse der Hundehalter zu vertreten. Als weiteren Schwerpunkt definierte Bieri die Hundeerziehung: «Von Beginn weg fühlten wir uns verantwortlich, die Hundeerziehung im Aargau weiter zu bringen.» Auch nach 40 Jahren hat sich an den Schwerpunkten nicht viel verändert. «Wichtig erscheint es uns, dass die Vereine und Ortsgruppen gemeinsam für die Kynologie im Aargau geradestehen, dazu kann ein starker, gut verknüpfter Kantonalverband helfen.»

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