Gränichen

Gebäude trägt sich nicht: Umnutzung vom Schulhaus zum Mehrfamilienhaus

Am Fassadenbild des alten Schulhauses im Refental soll laut dem Baugesuch nichts verändert werden.

Am Fassadenbild des alten Schulhauses im Refental soll laut dem Baugesuch nichts verändert werden.

Wo bis 2013 im Refental Kinder die Schulbank drückten, sollen zwei kleine Mietwohnungen entstehen. Im Gemeindehaus liegt das Baugesuch noch bis am 18. Januar öffentlich auf. Das Gebäude sei stark renovationsbedürftig.

Die Kletterstange hinten im Garten erinnert noch daran, dass es im Gränicher Refental, oberhalb der Bläien, bis zum Sommer 2013 eine Schule gab – eine Gesamtschule, erste bis fünfte Klasse. Im Februar 2014 hat die Gemeinde das alte Schulhaus für 330 000 Franken zum Verkauf ausgeschrieben. Nun sollen im Erdgeschoss, wo die Schule untergebracht war, Mietwohnungen eingebaut werden.

Das Gebäude trage sich nicht, heisst es im Baugesuch, das bis zum 18. Januar im Gemeindehaus bei der Abteilung Bau, Planung, Umwelt öffentlich aufliegt. Zu viel Raum stehe leer. Gemeint ist das Erdgeschoss. Im ersten Stock besteht bereits eine Wohnung, die auch bewohnt ist. Das Gebäude ist im Weiteren, wie schon 2014 die Gemeinde durchblicken liess, stark renovationsbedürftig.

Wie aus dem Baugesuch hervorgeht, will die neue Eigentümerin nun rund 200 000 Franken in die Hand nehmen und im Erdgeschoss zwei kleine Wohnungen einbauen. Gemäss der Gränicher Bau- und Nutzungsordnung darf ausschliesslich Wohnraum entstehen. Das Projekt, das auch drei Garagen und fünf Abstellplätze vorsieht, liest man im Baugesuch, passe zur allgemeinen Wohnsituation in Gränichen. Kleine günstige Wohnungen seien sonst in der Gemeinde kaum verfügbar. Gegen eine Umnutzung des aufgegebenen Schulhauses haben die Gränicher Behörden, wie aus den Baugesuchs-Unterlagen deutlich wird, nichts einzuwenden.

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Autor

Ueli Wild

Ueli Wild

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