Aarau/Rohr

Gastredner Andreas Zürcher und die Revolution der Fussballfrauen

Der Trainer der erfolgreichen FCA-Frauen sucht in seiner Feierrede zum 1. August Gemeinsamkeiten zwischen der Schweizer Geschichte und dem Frauenfussball. Und er wird fündig.

Die Besucher waren wohl nicht nur wegen der Gratis-Bratwurst hier. Denn schon zu Beginn der Feierlichkeiten waren gut 450 Personen auf den Festplatz unter den Linden versammelt. Erst lauschten sie dem Spiel der Rohrer Musik, dann den Reden.

Die Rohrer Musik spielt an der 1.-Augustfeier das Heidi-Lied.

Die Rohrer Musik spielt an der 1.-Augustfeier das Heidi-Lied.

Stadtpräsidentin Jolanda Urech berichtete in der Begrüssungsrede von ihren Erfahrungen aus den Ferien in Peru. Dort wohnt ihr Sohn. «Auch in Peru putzt man sich am Nationalfeiertag so richtig heraus», berichtet Urech. «Peru feierte am 28. Juli, heute feiern wir. Die Menschen verbindet das Grundbedürfnis, eine Heimat zu haben», sagt Urech.

Anschliessend stellt Stadträtin Franziska Graf den diesjährigen Gastredner Andreas Zürcher vor. Mit seinen FCA-Frauen ist Zürcher gerade in die NLA aufgestiegen. Zürcher hat am Erfolg und der Euphorie um den Aarauer Frauenfussball einen grossen Anteil.

In seiner Rede weist der Trainer daraufhin, dass viele seiner Spielerinnen nebenbei arbeiten und dass seine Frauen zwar täglich trainieren und am Wochenende spielen, aber für ihre Leistungen nicht bezahlt werden. 

Erst ausgelacht, dann frei

Zürcher hat sich während dem Entstehen seiner Rede gefragt, was hat der Frauenfussball mit der Geschichte der Schweiz gemeinsam habe und eine Antwort gefunden: «Ziemlich viel».

«Die ersten nach Freiheit strebenden Schweizer sind damals von den regierenden Vögten ausgelacht worden. Das kommt mir im Frauenfussball irgendwie bekannt vor. Aber wie Sie wissen, ist den Vögten das Lachen schnell vergangen», sagt Zürcher mit einem Augenzwinkern zum Ende seiner Rede.

Augusterfeier Aarau Rohr 2017: Die Nationalhymne wird gesungen

Augusterfeier Aarau Rohr 2017: Die Nationalhymne wird gesungen

Nach dem obligaten Singen der Nationalhymne geht es dann im wahrsten Sinne des Wortes um die Wurst. Die Schlange vor dem Grill wird immer länger, doch das Warten lohnt sich. Am Ende hat jeder mindestens eine Bratwurst bekommen.

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