Küttigen
Garderobe des Fussballklubs wird teurer

Die neue Anlage auf dem Ritzer in Küttigen kostet wohl bis zu 300'000 Franken mehr als geplant.

Nadja Rohner
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Das alte Garderobengebäude entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen.

Das alte Garderobengebäude entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen.

Nadja Rohner

Als vor 40 Jahren das Garderobengebäude des FC Küttigen gebaut wurde, gab es noch zehnmal weniger Mannschaften als heute. Mittlerweile haben die Küttiger den drittgrössten Fussballclub des Kantons. Und deshalb muss das alte, marode Garderobengebäude dringend ersetzt werden. Der Neubau ist Teil einer Gesamtstrategie für die Weiterentwicklung der Sportanlage Ritzer. Sie liegt auf einer ehemaligen Mülldeponie, die erstens Absenkungen des Bodens verursacht und zweitens mittelfristig sowieso saniert werden muss. Als Erstes hat der FC ein neues Kunstrasenfeld erhalten. Es wurde im Frühling eingeweiht. Als Nächstes ist nun das Garderobengebäude dran; erst danach die Deponiesanierung und die anschliessende Wiederherstellung der darüberliegenden Naturspielfelder.

Gemeinde zahlt nicht alles selber

Für das Garderobengebäude gab es einen Architekturwettbewerb. Im Januar 2017 wurde das Siegerprojekt vorgestellt: «Halbzeit», entworfen von der «Architekten Gemeinschaft 4 AG». Der Verpflichtungskredit hätte Ende 2017 an die Wintergmeind kommen sollen. Daraus wurde nichts – denn bei der Erarbeitung des Vorprojekts hatte sich gezeigt, dass der vom Gemeinderat gesetzt Kostenrahmen von 3 Millionen Franken bei weitem nicht eingehalten werden könnte. «In den vergangenen Monaten wurde das Projekt in einem mehrstufigen Prozess in Bezug auf Kosten, Gestaltung und Materialisierung konkretisiert und optimiert», teilt die Gemeinde nun mit. Der aktuelle Kostenvoranschlag liegt nun bei 3,3 Mio. Franken, wobei laut Gemeinde das Ziel immer noch lautet, die 3-Mio.-Marke nicht zu überschreiten. Auf jeden Fall wird die Einwohnergemeinde nicht so viel bezahlen müssen: Der FC und der Swisslos-Fonds des Kantons übernehmen je 250'000 Franken.

Das geplante Gebäude hat eine fast quadratische Form und weist eine Grundfläche von 900 Quadratmetern auf. Es umfasst Acht Mannschaftsgarderoben, Garderoben für Schiedsrichter, Büros, Gastrobereich, Toiletten und Materialräume. «Die effektiven Gebäudekosten belaufen sich auf rund 2,17 Mio. Franken, wobei die Baumeisterarbeiten sowie die für Garderobengebäude anspruchsvolle Haustechnik (ca. 900'000 Franken) die zentralen Kostenblöcke sind», schreibt die Gemeinde.

Finanzkommission und Parteien konnten sich zum Projekt äussern. Gemäss Gemeinde sei der Ersatz des bestehenden Gebäudes unumstritten. Allerdings sei es sowohl aus Sicht der Finanzkommission als auch der Parteien notwendig, «nicht nur eine Finanzierung durch die Gemeinde, sondern auch alternative Finanzierungsmöglichkeiten vertieft zu prüfen.» Ergebnisse sollen im Herbst diskutiert werden. Vor der Wintergemeindeversammlung 2018, an der wohl der Verpflichtungskredit vors Volk kommt, ist eine öffentliche Infoveranstaltung geplant.