Aarau

Fussball-Juniorencamp: Kinderfussball ohne Leistungsdruck

Schon die Kleinsten beherrschen teils eine perfekte Schusstechnik.

Schon die Kleinsten beherrschen teils eine perfekte Schusstechnik.

260 Knaben und Mädchen trainieren diese Woche im Fussball-Juniorencamp des FC Aarau im Schachen.

Für die diesjährige Jubiläumsausgabe des Fussball-Juniorencamps würde es sicher etwas Spezielles geben, sagte OK-­Präsident Thomas Valli noch im Oktober. Dass vor allem das Coronavirus dafür sorgen würde, hätte damals nur niemand gedacht.

Lange sah es eher danach aus, als ob das Juniorencamp wegen Corona dieses Jahr gar nicht durchgeführt werden könnte. Umso glücklicher gab sich deshalb Yannik Schmitter, OK-Mitglied und Vizepräsident des Vereins FC Aarau 1902, bei der Eröffnung des Camps gestern Sonntag. «Wir freuen uns sehr, dass wir starten können», sagte er, auch wenn in einer leicht anderen Form als sonst.

Die 25. Ausgabe des Juniorencamps, die statt im April nun im August stattfindet, sei wegen der Schutzmassnahmen doppelt speziell: Für Erwachsene etwa herrscht im grossen Zelt im Aarauer Schachen Maskenpflicht. Immerhin können sich die Kinder draussen auf dem Rasen ohne grössere Einschränkungen austoben.

260 Fussballbegeisterte von 6 bis 14 Jahren, unterteilt in 20 kleine Gruppen, erhalten diese Woche ein Fussballtraining wie ihre grossen Vorbilder: Morgens wird zwei Stunden lang intensiv geübt, nach einem gemeinsamen Mittagessen mit den Trainern im grossen Zelt finden jeden Nachmittag kleine Turniere statt.

Als Rahmenprogramm gibt es für die Kinder auch Werkstätten, etwa im Seiltanzen auf einer Slackline an der Aare. Ein Fussball-Freestyler wird den Kleinen zudem Jonglier-Tricks mit dem Ball beibringen.

Diese Woche stehen Spass und Bewegung im Vordergrund. Das Juniorencamp ist denn auch als sportliche Unterhaltung während der Ferien gedacht. Die Kinder spielen Fussball unter fachkundiger Anleitung, unter Leistungsdruck stehen sie aber keineswegs.

Talentsucher etwa werden vor Ort auch nicht erwartet. Für viele Kinder ist aber schon die Teilnahme am Camp im Trainingstrikot des FC Aarau ohnehin das Grösste. Regelmässig schauen auch die Stars der ersten Mannschaft vorbei. Stadträtin Suzanne Marclay-Merz war gestern vor Ort – nicht aber in offizieller Mission, sondern als Mutter von drei Kindern, die am Camp teilnehmen.

Einige Mädchen und vier Trainerinnen

Unter den Kindern waren gestern auch einige Mädchen zu sehen. Dazu werden vier Mannschaften von Trainerinnen geleitet, darunter Michelle Stierli, Verteidigerin und Captain beim FC Aarau Frauen. Sie trainierte gestern die 6- und 7-Jährigen der Gruppe 3. Mädchen und Knaben spielen entsprechend ihrer Altersklasse weitgehend miteinander gemischt.

Nur am Nachmittag könnte es getrennte Turniere geben. Alle Kinder, die am Juniorencamp des FC Aarau teilnehmen, erhalten eine volle Fussballausrüstung im Wert von 250 Franken. «Ohne Sponsoren geht es wirklich nicht», sagte Yannik Schmitter an der Eröffnung. Entsprechend hat sich das Camp auch für den Challenge Award der Sanitas Krankenversicherung beworben.

Von 160 Bewerbern steht es dort derzeit unter den acht nationalen Finalisten. Als Erstplatziertem in der Nordwestschweiz hat die Sanitas dem Fussballcamp bereits einen Förderpreis zugesprochen.

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