Zukunftsraum Aarau

Fusionsplaner wollen Profi-Stadträte – und fünf statt bisher sieben

Im Rathaus könnten nach der Fusion nur noch Profi-Stadträte arbeiten.

Im Rathaus könnten nach der Fusion nur noch Profi-Stadträte arbeiten.

Der Aarauer Stadtrat besteht aus sieben Mitgliedern. Einziger Profi unter diesen ist der Stadtpräsident. Die andern sechs Mitglieder sind im Nebenamt tätig. Den Gremien, die derzeit die Details des Fusionsprojektes «Zukunftsraum Aarau» ausarbeiten, schwebt nun ein fundamentaler Umbau vor: Nach Anhörung der Resonanzgruppe und der Gemeinderäte der noch am Zukunftsraum beteiligten Gemeinden Aarau, Suhr, Densbüren, Ober- und Unterentfelden hat die Projektsteuerung unter Führung von Aaraus Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker fünf Departemente als Organisationsmodell für die künftige Verwaltung der fusionierten Stadt festgelegt. Das geht aus einer Medienmitteilung hervor, welche die Kommunikationsstelle der Stadt am Donnerstag im Auftrag der Projektsteuerung verbreitet hat.

Wie sich der Mitteilung entnehmen lässt, ist das neue Modell mit zwei gewichtigen Änderungen für den Stadtrat verbunden: Erstens schrumpft dieser auf fünf Mitglieder, was die Wahlchancen von Vertretern kleinerer Parteien reduziert. Und zweitens werden aus allen Stadtratsmitgliedern Profis mit einem Pensum von 80 bis 100 Prozent. «Mit der Professionalisierung der Exekutiven», liest man, könne man den heutigen Herausforderungen des Milizsystems begegnen. Das vorgeschlagene Modell, heisst es weiter, sei «für eine Stadt ab zirka 25 000 Einwohnern umsetzbar». Also auch dann, wenn sich eines Tages weitere Gemeinden anschliessen möchten. Offen ist freilich, ob Gross-Aarau überhaupt in irgendeiner Variante zustande kommt. Auch für die Stadt Aarau in der heutigen Grösse (rund 21 000 Einwohner), heisst es dazu in der Mitteilung, biete das Departementsmodell Chancen.

Vorgeschlagen hat dieses die Fachgruppe Organisation. Ihr gehören im Wesentlichen die Gemeindeschreiber an: Stadtschreiber Daniel Roth, Margrit Stüssi (Densbüren), Dario Steinmann (Oberentfelden), Susi Campadelli (Unterentfelden), Beatrice Räber und Geschäftsführer Philippe Woodtli (Suhr) sowie vom Kanton Martin Süess, Leiter Rechtsdienst Gemeindeabteilung. Laut Medienmitteilung begrüssen der Aarauer Stadtrat, die Gemeinderäte der andern vier Gemeinden und die Resonanzgruppe das vorgeschlagene Modell.

In einem nächsten Schritt sollen die Aufgaben auf die fünf Departemente verteilt werden. In den nächsten Monaten, liest man, werde die Zuweisung der Abteilungen zu den Departementen ausgearbeitet. (uw)

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