Aarau
Fürs Kindercafé Aarau gibt es zu wenig freiwillige Helfer

Dem Kindercafé Aarau an der Pelzgasse fehlen die Helfer: Im letzten halben Jahr schrumpfte das Team um die Hälfte. Deshalb musste das Café auch schon geschlossen bleiben.

Isabelle Schwab
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Ein Treffen mit Freundinnen und trotzdem die Kinder immer im Blick: Das Kindercafé in Aarau ist in der ganzen Region bekannt. ISS

Ein Treffen mit Freundinnen und trotzdem die Kinder immer im Blick: Das Kindercafé in Aarau ist in der ganzen Region bekannt. ISS

Isabelle Schwab

Es wird immer schwieriger, den Betrieb des Kindercafés an der Pelzgasse in Aarau aufrechtzuerhalten: Seit einem halben Jahr hat die zuständige Arbeitsgruppe vom Elternverein nur noch fünf freiwillige Helferinnen. Abwechselnd kümmert sich eine von ihnen um Bedienung und Aufsicht am Elterntreff.

Weil die meisten dazu noch Teilzeit arbeiten, sind sie auf einen festen Dienstplan angewiesen. Fällt jemand aus, wird die Suche nach einem Ersatz schwierig: «Es kam schon vor, dass wir das Café deshalb nicht öffnen konnten», sagt Eva Hindermann, Leiterin der Arbeitsgruppe. Die Eltern standen dann vor verschlossener Türe.

Grosse Nachfrage

Jetzt sucht das Kindercafé Helfer. Unter anderem ist Eva Hindermann im Gespräch mit den Mitgliedern des Forums der Älteren der Region Aarau. «Ich kann mir gut vorstellen, dass beispielsweise jemand, der selbst keine Enkelkinder hat, gerne hier mitarbeiten würde.»

An den Öffnungszeiten will Hindermann nichts ändern: «Wir werden das Kindercafé weiter jeden Dienstag- und Freitagmorgen anbieten. Denn das Bedürfnis nach einem Treffpunkt für Eltern mit Kleinkindern ist extrem gross.» Mütter und Väter aus der ganzen Region würden hierher kommen.

Das hat seine Gründe: Das Kindercafé ist ein idealer Ort, um beispielsweise als Neuzuzüger neue Menschen kennen zu lernen. «Ich selbst bin vor zwei Jahren nach Aarau zurückgezogen und weiss vor allem den Informationsaustausch sehr zu schätzen», sagt Hindermann.

Zudem hilft man einander bei der Beaufsichtigung der Kinder und tauscht Erfahrungen aus. «Frischgebackene Eltern sind auch froh um etwas Abwechslung», sagt Hindermann. Ihnen würde oftmals fast die Decke auf den Kopf fallen.

Lärm stört hier keinen

Ein normales Café oder Restaurant ist mit Kleinkindern nicht einfach zu besuchen. Der Lärm stört die anderen Gäste, nur an wenigen Orten gibt es eine Kinderecke. «Hier im Kindercafé muss man sich um den Geräuschpegel keine Sorgen machen», sagt Hindermann. Wenn jemanden der Lärm zu viel werde, könne er einfach in einen anderen Raum gehen.

«Meist verteilen sich die Kinder gut in den Räumen und es wird nicht zu laut.» Wenn sich doch einmal ein Kind nicht mehr beruhigen könne, sei immer eine Mutter zur Stelle, um sich darum zu kümmern.