Der Gemeindeverband «Bevölkerungsschutz und Zivilschutz» Aare Region tritt aus dem nationalen und aus dem kantonalen Dachverband der Zivilschützer aus. Das hat die Regionale Bevölkerungsschutz- und Zivilschutzkommission Ende Februar an ihrer letzten Sitzung unter ihrer bisherigen Präsidentin, der früheren Aarauer Stadträtin Regina Jäggi, beschlossen. Ausschlaggebend für den Entscheid war das unbefriedigende Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Den Austritt aus dem Schweizerischen Zivilschutzverband (SZSV) sagt Jäggi auf Anfrage, habe die Kommission schon im Herbst 2017 ins Auge gefasst. «Wir haben das Gefühl gehabt, wir bezahlten immer nur», erklärt Jäggi das Unbehagen der regionalen Zivilschutzführung. «Wir erfahren nichts, es passiert nichts – es gibt nicht einmal einen Jahresbericht. Wofür also bezahlen wir?» Sie habe sich dann, so Jäggi weiter, mit dem Verbandspräsidenten, dem St. Galler FDP-Nationalrat Walter Müller zu einem Gespräch getroffen. Mit dessen Bescheid, der Schweizerische Zivilschutzverband betreibe in erster Linie Lobbying, kehrte Jäggi in die Kommission zurück. Diese beschloss hierauf den Austritt.

In der amtlichen Publikation der Kommissionsbeschlüsse ist auch die Rede von einem «eventuellen» Austritt aus dem Aargauischen Zivilschutzverband (AZSV). Jäggi macht jedoch klar, dass inzwischen die Voraussetzungen für einen definitiven Austritt geschaffen wurden: Mit der AZSV-Statutenänderung vom 8. März, nach der die Einzelmitgliedschaft aktiver Angehöriger einer Zivilschutzorganisation nicht mehr möglich ist.

Mit dem Austritt aus den beiden Organisationen sparen die Verbandsgemeinden nach Jäggis Angaben rund 5000 Franken. Der Zivilschutzorganisation Aare Region gehören neun Gemeinden an: Aarau, Biberstein, Buchs, Erlinsbach AG, Erlinsbach SO, Küttigen, Oberentfelden, Suhr und Unterentfelden. Zu Regina Jäggis Nachfolger im Präsidium der Kommission hat diese übrigens den Bibersteiner Gemeinderat René Klemenz gewählt. (uw)