Suhr

Für Turnhalle viel Raum aus wenig Platz herausgeholt

Der Suhrer Gemeindepräsident Beat Rüetschi, Pet Zimmermann von «Zimmermann Architekten» und Schulpflegepräsident Jürg Eichenberger bei der Übergabe des symbolischen Turnhalle-Schlüssels.

Der Suhrer Gemeindepräsident Beat Rüetschi, Pet Zimmermann von «Zimmermann Architekten» und Schulpflegepräsident Jürg Eichenberger bei der Übergabe des symbolischen Turnhalle-Schlüssels.

Die 3,7 Millionen Franken teure «Turnhalle Ost» in Suhr wurde feierlich eingeweiht.

Hell, weit und geräumig sollte die neue Halle werden – wurde das Ziel erreicht? Eine Architektin und der Gemeindepräsident sprechen über bauliche Herausforderungen und erklären, wie auf kleinem Raum eine grosse Turnhalle entstehen konnte.

Mit 3,7 Millionen Franken kann man eine Menge anstellen. Die Gemeinde Suhr leistete sich für dieses Geld eine neue Einfach-Turnhalle, die am Samstag gebührend eingeweiht wurde.

Gemeindepräsident Beat Rüetschi ist sich bewusst, dass eine solche Summe eine Menge Geld ist. Kurzfristig sei es eine starke finanzielle Belastung für die Gemeinde, «über einen längeren Zeitraum gesehen stellt die Turnhalle aber eine Investition in die Zukunft dar», wie er betont. Die neue Turnhalle heisst «Turnhalle Ost». Sie wurde in einer Rekord-Bauzeit von einem Jahr fertiggestellt. Das Architekturbüro «Zimmermann Architekten» habe ganze Arbeit geleistet, so Rüetschi.

Aus eng mach weit

Die Leitung des Projektes unterlag Christian Zimmermann, der am Samstagmorgen leider verhindert war. Stattdessen erläuterte seine Frau, Pet Zimmermann, die Schwierigkeiten und Herausforderungen der Planung. «Eng» sei das Stichwort, das über dem Projekt gestanden habe – im Hinblick auf den kurzen Zeitraum des Baus und auch in Bezug auf den Platz, auf dem gebaut werden musste. «Wichtig waren uns Kompaktheit und dass wir auf engem Raum Weite schaffen konnten», sagt sie.

Eine besonders vertrackte Baubedingung war, dass die Halle im Untergeschoss gebaut wurde und nicht wie die anderen Gebäude auf Parterre-Boden. Das ist auch der Punkt, den sie als besonders gelungen betrachtet: dass man in der Turnhalle nicht bemerkt, dass sie sich im Untergeschoss befindet.

Zu einer besonderen Helligkeit gelangt die Halle dadurch, dass von oben Tageslicht durch Glasscheiben in der Decke dringt. «Uns ging es darum, zu ergänzen und nicht zu ersetzen», erklärt Zimmermann weiter. So sei der Raum auch bewusst in ähnlichen Farbtönen gehalten worden wie beispielsweise das Schulhaus. Die Halle ist eine Holzturnhalle, das heisst, sie ist inwendig mit Fichtenholz getäfelt.

Kein (Bau-)Ende in Sicht

Auch bereits in diesem Jahr eingeweiht wurde der neue Kindergarten. Nun folgte also die Turnhalle. Was wird als nächstes saniert oder neu gebaut? Gemeindepräsident Rüetschi antwortet: «Wir planen, dass das neue Schulhaus Feld nächstes Jahr eingeweiht werden kann.»

2017 soll nach Plan das Dorfschulhaus folgen. «Aber da muss man immer die Gemeindeversammlung passieren», sagt er mit einem Lachen. Das Schulhaus Feld würde mit sechseinhalb Millionen Franken das Gemeindebudget weit weniger belasten als das Dorfschulhaus, das mit 21,2 Millionen zu Buche schlagen würde.

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