Suhr

Für mehr Betrieb an der Food-Meile: Thai-Restaurant baut trotz Kundenmangel aus

Kanokwan Sanwald führt am Bahnhof Suhr im Gleis 1 einen Thai-Laden und einen Take-Away. Sie kocht auch im Dampfschiff Brugg.

An der kleinen Food-Meile am Bahnhof Suhr herrscht noch nicht der Betrieb, den sich Kanokwan Sanwald erhofft hat. Trotzdem zeigt die Gastgeberin Mut und baut aus.

Noch ist die Suhrer Bahnhofstrasse eine Sackgasse, noch laufen die Bauarbeiten beim Rundhaus. Bald aber wird die Strasse geöffnet, und dann kommt hoffentlich so richtig Leben in die Strasse. Für die Gastrobetriebe, die sich im Erdgeschoss des Wohn- und Geschäftshauses «Gleis 1» aneinanderreihen, ein willkommener Mehrbetrieb. Seit Frühling ist hier mit einem Kebab-Haus, einer Pizzeria, einem Geschäft für italienische Spezialitäten, einer Shisha-Bar und einem thailändischen Restaurant eine kleine Food-Meile entstanden.

Kundenwunsch gerecht werden

Eine der Gastgeberinnen baut ihr Angebot jetzt schon aus: Kanokwan Sanwald, die im April gemeinsam mit ihrem Partner Andreas Gyr «N’Joy Thai Kitchen» eröffnet hat; eine Kombination von Restaurant, Take-Away und Lebensmittelladen. Hier kochen die beiden jeden Morgen sechs verschiedene Menüs. Auch für den zweiten Standort, das «Dampfschiff» in Brugg, wo die beiden ebenfalls seit einem Jahr den Mittagstisch betreiben (Montag bis Freitag, 11 bis 13.30 Uhr).

Wie in Brugg, hatten sich auch in Suhr die offiziellen Öffnungszeiten (von 9 bis 14 Uhr) bislang auf das Mittagsgeschäft beschränkt. Nach verschiedenen Testläufen mit Abendbetrieb wird «N’Joy Thai Kitchen» ab diesem Wochenende jeweils am Freitag- und Samstagabend geöffnet haben (jeweils 17.30 bis 22 Uhr), zusätzlich zum Mittagsbetrieb (freitags 9 bis 14 Uhr, samstags 10 bis 14 Uhr). Neu wird heute Abend auch erstmals ein vier Meter langes Buffet aufgebaut, von dem sich die Gäste selber bedienen dürfen. Da gibt es Vorspeisen wie Salat, Dim Sum und Frühlingsrollen, vier Hauptgerichte und Dessert, alles für 25.90 Franken.

«Hatten uns mehr erhofft»

Mit diesem Ausbau der Öffnungszeiten kommen die Gastgeber in erster Linie einem grossen Kundenwunsch entgegen. «Wir hatten viele Anfragen, ob wir nicht auch am Abend öffnen könnten», sagt Kanokwan Sanwald. Mit dem Buffet am Wochenende erhofft sie sich, mehr Gäste anzulocken. Denn zum Mittagsbetrieb sagt sie nach einem halben Jahr: «Wir hatten uns von der Lage direkt am Bahnhof mehr erhofft, wir wünschen uns alle mehr Betrieb.» Zwar habe sie bereits einen treuen Kreis von Stammkunden, die drei bis vier Mal pro Woche vorbeikommen. Und doch seien die Schwankungen von Tag zu Tag gross. Warum, kann sich keiner so recht erklären, aber das sei auch kein Phänomen, dass sich auf die Bahnhofstrasse beziehe. «Das ist überall so.»

Die beiden Betriebe in Brugg und Suhr stemmen Kanokwan Sanwald und Andreas Gyr alleine. Das sei manchmal sehr anstrengend, sagt Kanokwan Sanwald. Trotzdem sei Gastronomie das Grösste für sie. «Wenn sich die Gäste über mein Essen freuen und mir sagen, wie gut es war, lässt das alle Anstrengung vergessen.»

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