Aarau

Für das Ressort Schule schaufelt der Stadtrat Zeit frei

Das Bildungsressort von Lukas Pfisterer wird entlastet.

Das Bildungsressort von Lukas Pfisterer wird entlastet.

Der Stadtrat hat eine neue Aufteilung der Ressorts beschlossen: Lukas Pfisterer ist bis Ende Jahr ausschliesslich für Schule und Bildung zuständig.

Im Ressort Schule und Bildung ist die Arbeitslast zu gross: Der Rat hat beschlossen, dass Stadtrat Lukas Pfisterer für den Rest des Jahres die Bereiche «Jugend» und «Einbürgerung» abgeben kann. Die neue Regelung tritt ab 1. Februar in Kraft.

Sie ist laut Stadtrat nötig geworden wegen der vielen Veränderungen in der Volksschule – unter anderem die Einführung des zweijährigen Kindergartenobligatoriums und dem Systemwechsel von 5 auf 6 Jahre Primarschule beziehungsweise von 4 auf 3 Jahre Oberstufe. Diese Änderungen bedingten einen sehr hohen Planungsaufwand alleine für die Bereitstellung zusätzlicher Schulräumlichkeiten. Ausserdem würden die Planungsarbeiten für ein Zusammenführen der Schule Aarau mit der Kreisschule Aarau-Buchs auf Hochtouren laufen. Dass dieses Projekt noch nicht weiter fortgeschritten ist, kritisierte der Einwohnerrat an der Sitzung vom Montag (siehe Bericht Seite 25).

Diese Arbeiten würden die Verwaltung «enorm belasten» und hätten «Auswirkungen auf die stadträtliche Begleitung der Geschäfte». Man erachte es als wichtig, dass die Geschäfte durch den Ressortinhaber nah und gut begleitet werden könnten.

Um eine «ungebührliche Überbelastung» zu verhindern, gibt Lukas Pfisterer den Bereich «Jugend» an das Ressort «Soziales, Gesundheit und Alter» ab, welches von Michael Ganz geführt wird. Den Bereich «Einbürgerungswesen» übergibt Pfisterer dem Ressort «Öffentliche Sicherheit, Öffentliche Anlagen und Entsorgung», geführt von Regina Jäggi.

«Lösung für Überlastungssituation»

Zum Bereich Jugend gehört die Familienergänzende Tagesbetreuung (Fusta) deren Mittagstische teilweise den Schulen angegliedert sind. Laut Stadtammann Marcel Guignard ist dies jedoch unproblematisch, da Fusta zu den Sozialen Diensten gehöre. Jetzt seien die Sozialen Dienste in einem Ressort vereint.

«Das ist eine pragmatische Lösung in einer Überlastungssituation», sagt Guignard, «man hilft einander aus, wie in jedem Team.» Bei der Zusammensetzung des neuen Stadtrates fürs Jahr 2014 werde die Ressortaufteilung als eines der ersten Traktanden dann wieder diskutiert.

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