Aarau pflege eine aktive Energiepolitik, heisst es in einer Mitteilung der städtischen Kommunikationsstelle. «Sie sensibilisiert laufend ihre Einwohnerinnen und Einwohner für das Thema erneuerbare Energien. Angebote und Aktionen, rund um das Thema 2000-Watt-Gesellschaft und Energieeffizienz, runden das Schaffen ab.» Zudem erstelle die Stadt ihre Liegenschaften nach energetisch hohen Standards. Als Musterbeispiel wird das Stadtmuseum erwähnt. 2014 erhielt dieses für den Erweiterungsbau das Minergie-Eco-Zertifikat – als erstes Museum der Schweiz. Vor allem baute die IBAarau innert kürzester Zeit ein Fernwärme- und Fernkältenetz auf und entwickelte ein breites Energieberatungsangebot.

Am 25. September entscheidet sich, ob der Sprung in die oberste Liga der Energiestädte gelingt. Um das Gold-Label zu erhalten, gilt es, 75 Prozent der möglichen Punkte zu erreichen. Vor vier Jahren kam Aarau auf 67 Prozent der möglichen Punkte. Der Trägerverein Energiestadt und das Bundesamt für Energie überprüfen und bestätigen das Qualitätslabel alle vier Jahre. Dabei werden verschiedene Aspekte berücksichtigt. Zum Beispiel Sensibilisierungskampagnen, Energieversorgung, Energieverbrauch, Mobilität und Abfallentsorgung.

«Die Stadt Aarau», heisst es in der Mitteilung, «nimmt in den kommenden sechs Jahren weitere Herausforderungen im Energiebereich an.» Verwiesen wird auf die Verabschiedung eines Kredits von 2,13 Mio. Franken für die Umsetzung der städtischen Energie- und Klimaziele. Damit habe sich der Einwohnerrat im Februar «klar für eine starke und nachhaltige Energiepolitik ausgesprochen». Der Stadtrat und die bürgerlichen Fraktionen hatten damals erklärt, dafür genügten 600'000 Franken – dies nicht zuletzt wegen der bereits getätigten massiven Investitionen der IBAarau zur Erreichung der Energie- und Klimaziele. Der Entscheid, den Kredit trotzdem zu erhöhen, fiel mit 25:23 Stimmen.