Aarau
Freuden- oder Frusttag für Stadion-Freunde? Heute informiert Bauherrin HRS

Wie geht es weiter mit dem FCA-Stadion? Nach monatelangem Schweigen hat die Bauherrin HRS für heute Donnerstag eine Informationsveranstaltung angekündigt. Gemeinsam mit der stadteigenen Stadion AG und der Stadt Aarau wollen sie über «das im Workshopverfahren entwickelte Stadion-Projekt mit Hochhäusern sowie über die weiteren folgenden Schritte» orientieren.

Drucken
Plan B für das neue FC-Aarau-Stadion im Torfeld Süd - das Projekt beinhaltet drei grosse Hochhäuser

Plan B für das neue FC-Aarau-Stadion im Torfeld Süd - das Projekt beinhaltet drei grosse Hochhäuser

Seit dem 1. Mai, seit der Präsentation des «Plan B», sind fast acht Monate vergangen. Acht Monate ohne wirkliche News – eine Ewigkeit für alle, die sich in Aarau sehnlichst ein neues Fussballstadion wünschen. Zum Beispiel die Initianten der Aktion «meinstadion.ch», die seit anderthalb Monaten Geld sammeln. Und dabei gestern die Erreichung eines wichtigen Zwischenziels vermelden konnten: eine der anvisierten vier Millionen Franken ist gespendet.

Ebenfalls gestern haben die Bauherrin HRS, die stadteigene Stadion AG und die Stadt Aarau für heute zu einer Medienorientierung eingeladen. In Aussicht gestellt werden «Informationen über das im Workshopverfahren entwickelte Stadion-Projekt mit Hochhäusern sowie über die weiteren folgenden Schritte».

Wie die Hochhäuser aussehen

Was heisst das? Es ist davon auszugehen, dass einerseits über den Stand der Teilrevision der Nutzungsplanung orientiert wird. Und andererseits über die Testplanung für die Hochhäuser. Bei der Präsentation des «Plan B» war von drei 75 Meter hohen Türmen mit etwa 450 Wohnungen die Rede. Die Testplanung macht Aussagen über den genauen Standort und die Baukörper (Höhe und Breite) der Hochhäuser.

Die Stadt sagt: Ohne Stadion gibts keine Hochhäuser. Die HRS sagt: Bevor nicht eine Baubewilligung für die Hochhäuser vorliegt, gibts kein Stadion. Und «meinstadion.ch» betont immer wieder: «Die Zeit drängt!» Darum: «Ja zu einer BNO-Revision, aber keine Verknüpfung mit dem Stadionneubau.»

Das heisst: Die HRS müsste auf die Verknüpfung verzichten. Also nicht gleichzeitig Hochhäuser und Stadion. Gibt sie das heute bekannt, ist es ein Freudentag für die Stadion-Freunde. Lehnt sie es ab, ist es ein Frusttag. Denn die Schaffung der raumplanerischen Voraussetzungen für den Hochhausbau ist äusserst zeitintensiv. Ein erstes Ziel, den Einwohnerrat dieses Jahr über die BNO-Teilrevision abstimmen zu lassen, wurde bereits verfehlt.

Millionen-Marke geknackt

Der Druck, beim Stadion vorwärtszumachen, ist gross: 35 Tage nach der Lancierung der Spendenaktion ist die Millionen-Marke geknackt. Der letzte Schritt ist der Check in der Höhe von 50 000 Franken vom FCA-Sponsorenverein 2010er.

Dieser wurde im Jahr 2010 nach dem Abstieg gegründet mit dem Ziel, den FC Aarau finanziell zu unterstützen. Insgesamt konnten der FCA AG schon über 300 000 Franken überreicht werden. Nun hat der Vorstand beschlossen, neben dem üblichen Jahresbeitrag eine ausserordentliche Zahlung zu leisten.

2010er-Präsident Michael Vock: «Für uns als Sponsorenverein war klar, dass wir für den Einzug im Torfeld Süd und damit für eine Zukunft des FC Aarau im Spitzenfussball kämpfen. Dass wir mit unseren 50 000 Franken dafür sorgen, dass die erste Million geknackt wird, macht uns natürlich stolz.»

Die «meinstadion.ch»-Initianten schreiben: «Wir bedanken uns bei allen Spendern, die dazu beigetragen haben, dass das angestrebte Ziel, 1 Mio. Franken bis Ende Dezember 2017 zu sammeln, bereits vor Weihnachten erreicht wurde.» (uhg/wen)

Aktuelle Nachrichten