Aarau

Fragen um das isolierte Land: Nordkorea-Kenner zu Gast

Der Leiter des Deza-Büros ist am 1. März Gast beim «Forum für Zeitzeugen».

Der Leiter des Deza-Büros ist am 1. März Gast beim «Forum für Zeitzeugen».

Warum hat sich das abgeschottete Nordkorea zum Ziel gesetzt, teure Atomwaffenprogramme zu entwickeln? Diese und weitere Fragen kann kaum ein ausländischer Delegierter besser beantworten als Thomas Fisler.

Propaganda, Isolation, Personenkult und Clanwirtschaft sind nur einige der Schlagworte, die wir mit Nordkorea und seinem Führer Kim Jong Un verbinden. Einer, der genau weiss, was sich im Land abspielt, ist Thomas Fisler, der am 1. März in Aarau über seine Erfahrungen spricht.

Kaum ein anderer ausländischer Delegierter kennt die Verhältnisse in diesem Land besser als der 65-jährige Zürcher, der für die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) des Bundes vier Jahre lang in Nordkorea arbeitete.

Fisler war bis Oktober 2017 Leiter des Deza-Büros in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang. Schon seit 1998 arbeitet er für die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit unter anderem in Nepal, Pakistan und Myanmar.

Eine Ausbildung als Bauführer stand am Beginn seiner beruflichen Karriere, gefolgt von zehn Jahren Einsätzen in verschiedenen Ländern Afrikas, wo sein Engagement für die Entwicklungszusammenarbeit begann.

In Nordkorea hatte Fisler Gelegenheit, auch ländliche Regionen zu besuchen. Während stundenlanger Fahrten sammelte er viele Eindrücke und versuchte, seinen nordkoreanischen Begleitern auf den Zahn zu fühlen. Auf seine Fragen erhielt er oft widersprüchliche Antworten.

Warum hat sich das abgeschottete Nordkorea zum Ziel gesetzt, teure Atomwaffenprogramme zu entwickeln? Und: Ist es in Ordnung, dass sich die Schweiz mit ihrer humanitären Hilfe in dieser totalitären Diktatur engagiert? Fisler ist zu Gast beim «Forum für Zeitzeugen»: Donnerstag, 1. März, 18.00 Uhr, Aula der Alten Kantonsschule, Bahnhofstrasse 91, Aarau. (AZ/NRO)

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