EIRO steht für European intergovernmental research organisations. Die Preisverleihung fand in Tallinn, der Hauptstadt von Estland, statt. Der European Union Contest for Young Scientists (EUCYS) ist ein Wissenschaftswettbewerb der Europäischen Union, welcher der Europäischen Forschungskommission untersteht. Er wird jedes Jahr in einer andern europäischen Stadt durchgeführt und steht den Gewinnern von nationalen Forschungswettbewerben offen.

Antibiotikareistente Bakterien

Ausgezeichnet wurde Nina Kathe auf nationaler und nun auch auf europäischer Ebene für ihre Maturarbeit, die der Erforschung einer neuen Methode zur Bekämpfung antibiotikaresistenter Bakterien gewidmet ist. Die Nachwuchswissenschafterin ging der Frage nach, ob sich kurze RNA-Stücke (ribonucleic acid, zu deutsch: Ribonukleinsäure) zum Stillegen von Antibiotika-Resistenzgenen nutzen lassen.

Dies ausgehend von der Tatsache, dass sich mithilfe von kurzen RNAs die Proteinherstellung gezielt blockieren lässt. Die Suhrerin, der Disziplin auch vom Karatetraining her ein Begriff ist, stand während fünf Wochen rund 60 Stunden wöchentlich im Labor, bis eine Testreihe das gewünschte Resultat zeigte.

Studienwoche in Heidelberg

Nina Kathe kann nun eine Woche lang das in der Spitzenforschung tätige European Molecular Biology Laboratory in Heidelberg besuchen. «Dieser Preis», sagt Kathe dazu, «ermöglicht es mir, neue Leute auf diesem Wissenschaftsgebiet kennenzulernen und ein wichtiges Netzwerk für die Zukunft auszubauen.» Schon 2014, also noch lange vor der Matur an der Alten Kantonsschule Aarau, besuchte Nina Kathe im Rahmen eines Begabtenförderungsprojektes Kurse am Biozentrum der Universität Basel. (uw)