Park innovAARE

Forschen, tüfteln und entwickeln - «Marathon im 100-Meter-Tempo»

Von links: CEO Daniel Kündig, Regierungsrat Urs Hofmann, Ständerätin Pascale Bruderer, VR-Präsident Hubert Zimmermann.

Von links: CEO Daniel Kündig, Regierungsrat Urs Hofmann, Ständerätin Pascale Bruderer, VR-Präsident Hubert Zimmermann.

In Villigen wurde am Montag offiziell der schweizerische Innovationspark eröffnet. An diesem Ort soll geforscht, getüftelt und entwickelt werden. Entsteht in Villigen bald eine bahnbrechende Megakamera?

Am Montag lancierte Bundespräsident Johann Schneider-Ammann in Bern offiziell den schweizerischen Innovationspark. In solchen Parks sollen sich Firmen ansiedeln, die neue Produkte erforschen und dabei vom Know-how angrenzender Forschungsstätten profitieren können. Die fünf Standorte sind Allschwil, Biel, Lausanne, Zürich und Villigen. Sie alle sollen ihre Kompetenzen unter der Dachmarke «Switzerland Innovation» bündeln. Was gibt es für einen besseren Zeitpunkt, als für den einzigen Standort, der es zu einem Teil bereits vom Reissbrett in die reale Arbeitswelt geschafft hat, kräftig die Werbetrommel zu rühren: für den Park innovAARE in Villigen? Verwaltungsratspräsident Hubert Zimmermann lud dazu nach Villigen. Vor den zahlreichen Gästen verwies er stolz auf das Tempo, das man bisher an den Tag gelegt hat. «Meilensteine werden hier in Vier-Monats-Schritten erreicht. Hoffentlich geht es so weiter!»

Mega-Kamera aus Villigen?

Seit vier Monaten schon steht nämlich in Villigen in gewollter und direkter Nachbarschaft zur nationalen Forschungsanstalt PSI, nahe der Fachhochschule Brugg-Windisch, dem Hightech-Zentrum in Brugg und grossen Industriebetrieben im Raum Baden bereits ein erster Pavillon des Parks innovAARE.

Laut CEO Daniel Kündig sind schon drei Unternehmen an Bord. Unter ihnen ganz neu die Firma nomoko. Ihr Ziel ist die Entwicklung einer 500-Megapixel-
Kamera. Kündig weiss, dass man erst am Anfang steht. Im Aargau ist man aber ehrgeizig. Man wisse, dass man keinen 100-Meter-Lauf vor sich habe, sondern einen Marathon. «Wir wollen diesen Marathon im 100-Meter-Tempo gewinnen!» Die Vernetzung von Forschung, Wissen und Wirtschaft soll der Schlüssel zum Erfolg sein. Der Innovationspark will wachsen und sucht weitere Firmen.

«Innovation macht Hoffnung»

Volkswirtschaftsdirektor Urs Hofmann, der «Vater» dieses Parks, verwies auf den rabenschwarzen Tag letzte Woche, als der enorme Stellenabbau bei GE/Alstom angekündigt wurde. Was trotzdem Hoffnung mache, sei das, was die Schweiz stark gemacht hat. Hofmann: «Neues entwickeln, Neues wagen, innovativ sein.» Die Schweiz leide zwar unter der Frankenstärke, aber die Unternehmer wüssten: «Ein Investitionsstopp bringt kurzfristig Entlastung, langfristig aber Wettbewerbsnachteile.» In diesem Sinn soll der vom Staat und der Privatwirtschaft getragene Park innovAARE künftig «eine Brutstätte für innovative Lösungen werden», wünscht sich Hofmann.

Ständerätin Pascale Bruderer gab den Anwesenden Gewissheit, dass von allen in Bern eingereichten Innovationspark-Projekten das aargauische mit Abstand als das beste bewertet wurde. Doch um vorn zu bleiben, müsse man bereit, schnell, agil und zielorientiert sein. In diesem Sinn nahmen die Vertreter der Firmen, die schon in Villigen sind, den Auftrag Bruderers gern entgegen. Nach dem Feiern gelte: «Liefere, ned lafere.»

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