Aarau

Flutlichtanlage stört Anwohner: Kein Licht für die FCA-Junioren

Licht aus auf Platz C – das ist eine der Bedingungen, welche die Anwohner des Brügglifeldes im Baubewilligungsverfahren für die neuen Plätze erreicht haben. Im Bild Trainingsplätze des FC Aarau im Brügglifeld.

Licht aus auf Platz C – das ist eine der Bedingungen, welche die Anwohner des Brügglifeldes im Baubewilligungsverfahren für die neuen Plätze erreicht haben. Im Bild Trainingsplätze des FC Aarau im Brügglifeld.

Es war eine Bedingung der Anwohner des Brügglifelds: die Beleuchtungsmasten am Trainingsfeld der Junioren kommen weg

Die Jungen haben gute Augen. Doch komplett im Dunkeln treffen auch sie den Ball nicht mehr. Es sind die Junioren des FC Aarau, die auf dem Brügglifeld bald einen dunklen Trainingsplatz vorfinden. Noch stehen die alten Masten um den Platz C, aber nicht mehr lang. Zwar sind die Plätze seit dem letzen Frühling in Betrieb, offiziell eröffnet werden sie erst in diesem November wenn auch das Garderobengebäude fertig ist. Dann muss das Licht auf dem Platz C ausgeknipst werden. Das ist eine der Bedingungen, welche die Anwohner des Brügglifeldes im Baubewilligungsverfahren für die neuen Plätze erreicht haben.

Die Plätze mussten neu angelegt werden wegen der Sanierung und Erweiterung der Kunsteisbahn (Keba). Denn dort wurde das gedeckte Ausseneisfeld verschoben.

Als das Baugesuch für die neuen Felder im Sommer 2010 auflag, folgten verschiedene Einsprachen von Anwohnern, von denen einige nach Verhandlungen mit der Stadt Aarau zurück gezogen wurden. Die Gemeinde Suhr, auf deren Gebiet die Fussballplätze liegen, bewilligte das Baugesuch im Dezember 2011. Doch dagegen wurde Beschwerde erhoben. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons fällte im Dezember 2012 den Schlussentscheid.

Profis brauchen gar kein Licht

Darin ist unter anderem festgehalten: Nur noch das Trainingsfeld B, jenes der Profis, darf beleuchtet werden und die Stärke der Scheinwerfer muss dort auf ein Minimum reduziert werden.

Doch die Ironie daran ist: Die Profimannschaft trainiert am Abend nicht auf dem Platz B. Jene, die ständig zu wenig Trainingsplätze haben und deshalb oft abends kicken, sind die Junioren. Die U21- und U18-Junioren stehen auf dem Platz C nun im Dunkeln. Theoretisch könnten sie auf dem Profiplatz trainieren, doch: «Drei Mannschaften verträgt es auf dem B-Platz nicht», sagt Urs Bachmann, Verantwortlicher für den Nachwuchs. Auch Peter Gloor, Präsident der Platzgenossenschaft sagt: «Der Platz würde so arg strapaziert.» Für Meisterschaftsspiele käme er am Abend ohnehin nicht infrage, da die Scheinwerfer laut Reglement heller leuchten müssten als in der Baubewilligung festgehalten.

«Das neue Beleuchtungskonzept ist eigentlich völlig falsch», sagt Bachmann, «aber es war eine Konzession an die Einsprecher.»

Keine Lockerung in Sicht

Dem FC Aarau bleibt also nur zu hoffen, dass die Anwohner der Beleuchtung auf dem Platz gegenüber mit den Jahren wieder toleranter werden. Denn auf dem Brügglifeld gibt es sonst nur noch einen kleinen Kunstrasen. Der Platz A ist jener im Stadion. Urs Bachmann ist zudem am Suchen von Alternativen andernorts in der Stadt. «Ich habe noch nichts», sagt er. Die sechs Spielplätze im Schachen sind komplett überbucht, ebenso jene beiden im Winkel in Rohr.

Das Problem stellt sich vor allem in den Wintermonaten, wenn es früh dunkel wird und oft feucht ist. Deshalb ist auch der Kunstrasen im Schachen «überbeansprucht», wie Niklaus Tschan, Leiter der Fachstelle Sport sagt. Die AZ berichtete bereits am 23.2., dass die Fussball-Junioren deswegen behelfsmässig auf den Rasen im Leichtathletikstadion ausweichen, der aber nicht dafür gemacht ist. Der zuständige Stadtrat Hanspeter Hilfiker sagt erneut: «Wir haben einen Engpass.» Dies, weil es in Aarau mit total 56 Mannschaften eine sehr grossen Nachwuchsabteilung gebe.

Eine Lösung des Problems liegt in weiter Ferne: Auf dem Sportplatz Winkel in Rohr sind ein zusätzlicher Kunstrasen und ein zusätzlicher normaler Trainingsplatz geplant. Der Stadtrat hat das Projekt jedoch aus Spargründen bis auf weiteres zurückgestellt.

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