Buchs

Flohmarkt im Wynencenter: Nach 12 Jahren übernimmt die nächste Generation

Kim Vollenweider (12), Ursula Moser (66), Mia Vollenweider (15), Philip Moser (67), Jacqueline (40) und Reto (43) Vollenweider (von links) sind bereit für den 100. Floh- und Antikmarkt am 1. März.

Kim Vollenweider (12), Ursula Moser (66), Mia Vollenweider (15), Philip Moser (67), Jacqueline (40) und Reto (43) Vollenweider (von links) sind bereit für den 100. Floh- und Antikmarkt am 1. März.

Familie Moser hat in Buchs während mehr als zehn Jahren einen Markt mit 300 Ständen aufgebaut. Nun übernimmt die Tochter.

Anfangs hätte sie gedacht, keiner würde ihren Flohmarkt im Parkhaus vom Wynecenter je finden, erzählt Jacqueline Vollenweider. Doch sie täuschte sich, die Marktidee ihrer Eltern Philip und Ursula Moser schlug voll ein. Heute locken sie monatlich 5000 bis 10'000 Besucher nach Buchs, der grosse Parkplatz mit 1500 Feldern ist jeweils eine Stunde nach Eröffnung voll.

Jüngst mussten sie einen Verkehrsleitdienst aufbauen, weil der sonntägliche Ansturm auf ihren Floh- und Antikmarkt drohte, einen Verkehrskollaps zu verursachen. Vollenweider lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Gränichen, genauso wie die Eltern. Zwei Jahre betrieben diese einen Weihnachtsmarkt in Aarau, bevor sie das Konzept für einen monatlichen Sonntagsmarkt im Parkhaus vom Wynecenter entwickelten. Am 1. März wird dieser das 100. Mal stattfinden.

Die Konkurrenz auf dem Markt ist gross

Die ganze Familie ist involviert, Tochter Jacqueline und Schwiegersohn Reto genau so wie die Enkelinnen Kim (12) und Mia (15). «Anfangs sah man Kim und Mia kaum zwischen den ankommenden Autos», lacht Grossvater Philip Moser. Doch mittlerweile würden auch sie ernst genommen, wenn sie Aussteller und Gäste einweisen.

«Für die erste Aufgabe buchten meine Eltern sogar noch eine Hüpfburg, damit auch wirklich Leute kommen – dafür gibt es nun schon lange keinen Platz mehr», erinnert sich die 40-jährige Jacqueline Vollenweider. Die Sachbearbeiterin wird künftig den Markt leiten, damit es ihre Eltern ruhiger angehen können.

Inkognito als Verkäufer unterwegs

«Eigentlich sagte ich einmal, dass ich den Markt erst aufgeben werde, wenn ich im Rollstuhl sitze», sagt Mutter Ursula. Doch mittlerweile machten sich die Knochen bemerkbar. Deshalb lässt sich Tochter Jacqueline nun von ihren Eltern in die Geschäfte des Markts einarbeiten, um übernehmen zu können. «Auf ein fixes Datum wollen wir uns nicht festlegen, es soll ein fliessender Übergang werden», sagt Vater Philip. Jacqueline freut sich: «Über die Jahre ist das Angebot auf dem Markt besser geworden. Früher hatten viele Leute ähnliche Sachen im Angebot, das geht heute nicht mehr – die Konkurrenz ist zu gross.»

Die Aussteller würden sich je zu einem Drittel aus Stammkunden, Gelegenheitsanbietern und einmaligen Verkäufern zusammensetzen. Und alle paar Jahre findet sich zwischen den 300 Ständen auf drei Stockwerken auch ein Stand der Familie. «Inkognito, um mit den Besuchern ein ehrliches Wort austauschen und den Markt als Verkäufer erleben zu können», sagt Jacqueline. Dabei darf sie nicht vergessen, zu reservieren: Für 2020 sind bereits alle Plätze ausverkauft.

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