Fitnessstudio
Exklusives Training mit Strom: Ab Montag wird im Aeschbachquartier nicht mehr nur mit Hanteln & Co. trainiert

Im Aarauer Aeschbachquartier wird das schweizweit erste Studio der Fitness-Kette Bodystreet eröffnet. Trainiert wird in speziellen Anzügen, die eine elektrische Muskelstimulation ermöglichen.

Larissa Gassmann
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Roland Wegner (links) eröffnet in Aarau das erste Bodystreet- Studio.

Roland Wegner (links) eröffnet in Aarau das erste Bodystreet- Studio.

Larissa Gassmann

Wo sich im Aarauer Aeschbachquartier einst ein Kiosk befand, sollen bald Menschen unter Strom stehen: Möglich macht das ein Ableger der Fitness-Kette Bodystreet, die auf elektrische Muskelstimulation (EMS) setzt. Einmal mehr erhält das ehemalige Industriequartier so ein neues Gesicht. Im November ging zuvor die Eventlocation Aeschbachhalle Konkurs. Die Immobilienbesitzerin sucht aktuell einen neuen Betreiber. Das Interesse war dem Vernehmen nach gross, man befindet sich in der Phase der Schlussauswahl. Die Wiedereröffnung soll spätestens am 1. November erfolgen.

Auch Roland Wegner, Inhaber der Bodystreet-Filiale, unterstreicht die Vorzüge des Standortes. So sei das Quartier gut erreichbar, befinde sich nicht mitten in der Stadt, «und trotzdem kennt es jeder», so Wegner. Dass die schweizweit erste Filiale der in Deutschland omnipräsenten Kette in Aarau liegt, kommt daher nicht von ungefähr – zumal der seit 25 Jahren in der Schweiz wohnhafte Wegner bereits drei Jahre lang in der Stadt lebte.

Aarau betrachtet er als Pilotprojekt: Funktioniere der Standort, dann könne von dort aus die weitere Verbreitung in der Schweiz erfolgen. «In den nächsten Monaten werden wir sehen, wie gut das Konzept hierzulande ankommt», sagt Wegner.

Ein Training kostet jeweils rund 60 Franken

Eröffnet werden soll das erste Bodystreet am Montag, geplant sind dann Probetrainings, um Interessierten die Möglichkeiten des EMS-Trainings aufzeigen. Denn: Dieses funktioniert anders als herkömmliche Fitness-Einheiten. Statt auf Hanteln & Co. setzen die Trainierenden so auf Elektromyostimulation.

Trotz Strom kommt die Bewegung selbst nicht zu kurz: Die Trainings werden immer mit einem Personal Trainer durchgeführt.

Trotz Strom kommt die Bewegung selbst nicht zu kurz: Die Trainings werden immer mit einem Personal Trainer durchgeführt.

Larissa Gassmann

Dabei werden dank Anzügen Impulse mit Reizstrom an die Muskeln gesendet – gleichzeitig werden unter Anleitung eines Personal Trainers Übungen absolviert. An der Sache gereizt hat den promovierten Kaufmann Wegner vor allem die Möglichkeit zum Marktaufbau, zumal der erwähnte Anzug in dieser Form in der Schweiz noch nirgends zum Einsatz komme.

Statt verkabelter Westen wird so ein leichtes Kleidungsstück verwendet, das via Bluetooth gesteuert wird. «Dieses wird jeweils extra auf den Trainierenden zugeschnitten und wird nach Hause mitgenommen», so Wegner. Ein Training dieser Art kostet 60 Franken und dauert gerade einmal 20 Minuten. Somit hebe sich das Ganze vom üblichen Angebot ab, so Wegner.

Auch für Anfänger geeignet

Dass ein Wettstreit mit dem nahen Fitnesscenter Mrs.Sporty und med&motion entsteht, verneint er, ist doch der Ansatz ein anderer. Ausgeführt werden kann das Ganze so selbst von Sport-Anfängern, die ihre Fitness-Ziele verwirklichen wollen, aber nicht viel Zeit investieren möchten. Das Training spreche den ganzen Körper an, «deswegen sehen wir uns nicht als Konkurrenz zu den klassischen Fitnessstudio-Betreibern».

Die Anzüge werden extra auf die Trainierenden zugeschnitten, damit sie genug eng anliegen.

Die Anzüge werden extra auf die Trainierenden zugeschnitten, damit sie genug eng anliegen.

Larissa Gassmann

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