Die IBAarau AG will entlang der Suhre zwischen Suhr und Aarau fünf Kleinwasserkraftwerke bauen. Sie sollen den Strombedarf von 1000 Haushalten decken.

Doch so schnell wird daraus nicht. Die Umweltverbände Aqua Viva, BirdLife Aargau, WWF Aargau und WWF Schweiz haben Einsprache eingelegt. "Die Wiederherstellung der freien Fischwanderung hat an der Suhre höchste Priorität, um die Lebensräume der Aare und des Sempachersees zu verbinden", schreiben die Verbände in einer Medienmitteilung. "Die geplanten fünf Wasserkraftwerke verhindern jedoch die freie Wanderung. Anstatt die Hindernisse zu entfernen und dem einst lebendigen Fliessgewässer wieder eine natürliche Gestalt zu geben, würde die Suhre endgültig zu einer Kette von Staustufen degradiert."Ausserdem habe die IBAarau keine genügend grossen Fischtreppen für den Lachs eingeplant. "Das verunmöglichst künftig zurückkehrenden Lachsen, via Suhre in ihre Laichgründe zu gelangen", heisst es in der Mitteilung.

Die Verbände fordern einen Verzicht auf die Kraftwerke. Stattdessen soll der Kanton die bestehenden Schwellen durch fischgängige Blockrampen ersetzen. "Es würde ein frei fliessendes, fischgängiges Vernetzungsgewässer mit ökologischem Mehrwert entstehen", schreiben sie. Die Kosten dafür wären geringer als jene für den Bau der Kraftwerke, "welche aufgrund der hohen Produktionskosten sowieso nie rentabel sind". (nro)