Bahnhof Aarau
Feuerwerk lanciert das Bahnhoffest

Mit einem Feuerwerk an der grössten Bahnhofuhr der Schweiz ist am Freitag der neue Bahnhof Aarau offiziell eingeweiht worden. Der 114 Millionen Franken teure Bahnhof ist bereits seit Anfang August in Betrieb.

Hermann Rauber
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Bahnhof Aarau Eröffnung
11 Bilder
 Gentleman: SBB CEO Andreas Meyer hilft Pascale Bruderer aus der Lokomotive «Zugkraft Aarau».
 Mit einem Feuerwerk an der grössten Bahnhofuhr der Schweiz weihten heute Mittag v.l. Landstatthalter Urs Hofmann, Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer Wyss, SBB CEO Andreas Meyer und Stadtammann Marcel Guignard das neue Aarauer Bahnhofgebäude ein. (Bilder: André Albrecht)
 Warten auf die Gäste - mit rotem Teppich.
 Herzliche Begrüssung: Die Aargauer Ständerätin Christine Egerszegi umarmt Pascale Bruderer.
 «Zugkraft Aargau»: Stadtammann Marcel Guignard, Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer Wyss, SBB CEO Andreas Meyer und Landstatthalter Urs Hofmann.
 Einweihung zu viert: Stadtammann Marcel Guignard, Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer Wyss, SBB CEO Andreas Meyer und Landstatthalter Urs Hofmann.
 Freude herrscht: SBB CEO Andreas Meyer bei seiner Ansprache.
 Die Aargauer Nationalrätin Pascale Bruderer.
 Landstatthalter Urs Hofmann spricht an der Einweihung des Bahnhofes Aarau.
 Feuerwerk

Bahnhof Aarau Eröffnung

Viel geladene Prominenz – von Ständerätin Christine Egerszegi bis zum einstigen WSB-Direktor Jakob Heer – vermischte sich gestern Freitagmittag auf dem Bahnhofplatz in Aarau mit Passanten zu einer Feierstunde, die dem neuen Bahnhof galt. Bei kühlen Temperaturen war man froh um den Glühwein, der die Hände wärmte. Für den erhöhten Pulsschlag sorgten die Freude und der Stolz über das Werk, das allerdings seit diesem Sommer in Etappen bereits in Betrieb genommen worden ist und die Nagelprobe längst bestanden hat. Das bestätigte auch Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer, die ab und zu beruflich in Aarau zu tun hat und bei dieser Gelegenheit mit dem Zug anreist.

Leuchten Zeiger auch nachts bald?

Ihren Status als Attraktion bestätigt hat die Bahnhofuhr mit ihren gut 9 Meter Durchmesser, die seit Anfang Juli tickt. «Noch glücklicher wären wir, wenn wir bald auch bei Dämmerung und Finsternis die Zeit lesen könnten», witzelte Stadtammann Marcel Guignard und spielte auf das Manko an, dass die riesigen Zeiger nachts nicht beleuchtet sind. «Wie mir zu Ohren gekommen ist, sind diesbezüglich Bestrebungen im Gange», beruhigte Guignard die Gemüter. Die rekordverdächtige Uhr hatte kurz vor 12 Uhr mittags jedenfalls eine weitere Bewährungsprobe zu bestehen, diente sie doch als Abschussrampe für ein Feuerwerk, das den Beginn des zweitätigen Bahnhoffestes signalisierte. Dieses dauert noch bis heute Samstagabend und bringt Gratiskonzerte von Seven (ab 20.30 Uhr) und der Aarauer Band Lockstoff (18.45 bis 20 Uhr). Die SBB selber machen mit ihrer Gant von Fundgegenständen Station in der neuen Aarauer Bahnhofhalle.

Entstanden ist das imposante Gebäude nach Plänen des Architekturbüros Theo Hotz und der WEWO Bauingenieure AG (heute Suisseplan Ingenieure AG) in nur dreissig Monaten. In der mehrstöckigen Halle stehen ein SBB-Reisezentrum und gut zwanzig Geschäfte und Gastronomiebetriebe 365 Tage im Jahr für Kunden und Passanten offen. Ende 2011 werden auch die Stockwerkeigentümer – das Kantonsspital, die Kantonalbank und die aargauische Verwaltung – einziehen.