Erlinsbach

Feucht-fröhliches Vergnügen: Bruno stemmt das Fass am Oktoberfest

Am Anlass der Musikgesellschaft in Erlinsbach frönt traditionellerweise auch die Live-Band der fröhlichen Blasmusik.

Zum sechsten Mal führte die Musikgesellschaft Erlinsbach am Samstag ihr Oktoberfest durch. «Mit den Einnahmen decken wir die laufenden Kosten», sagt Präsident Martin Roth. Der Verein spürt Oktoberfest-Inflation und Ferienbeginn: Es sind nicht so viele Leute da wie auch schon.

Darum wählt man nun einen Zweijahresrhythmus: einmal Oktoberfest, nächstes Jahr Adventskonzert. Der Verein wählt bewusst auch das Monatsende: «Da haben die Leute den Lohn erhalten.»

Die Männer in Lederhosen, die Frauen im Dirndl. Und die Menukarte mit Brezn, Weisswurst und Marillenschnapserl. «Stolz sind wir, dass wir Hofbräuhaus-Bier aus München anbieten können», sagt Martin Roth. Bruno, sein Vater, schenkt Bier aus und zettelt die erste Polonaise an. Er war mal für die Perkussion zuständig, Pauken und Co. Das geht nicht mehr: Er hats im Rücken, doch das leere Bierfass an der Spitze der Polonaise stemmt er. Bier sei Dank?

Gerolds Musikvagabunden, eine Gruppe mit «Mitgliedern aus sieben Kantonen und Bayern», sorgen für Stimmungsmusik, Volksmusikschlager, bayrische Schmankerl. Hauptsache süffig wie das Bier und so rhythmisch, dass sie Bruno in die Beine und vielen Sitzenden manchmal sogar ohne Aufforderung in die Klatscharme fährt.

In Erlinsbach ist das Oktoberfest ein Generationenfest. Da sind der Opa dabei und das Kleinkind im Kinderwagen. Grössere Kinder können Nägel in einen Holzstock schlagen, und viele tragen bereits die Oktoberfesttracht.

Fasnacht? «Die haben wir hier auch gerne», sagt an Tisch 18 Christian Roth, Präsident der Erzbachgugge Speuz. Auch Turnerinnen sitzen an diesem Tisch. «Wenn etwas los ist im Dorf, muss man die Vereine unterstützen», sagt Roth.

Es hat aber auch Auswärtige wie Beat Jäggi aus Gösgen, der mit österreichischen Holzlöffeln dem Rhythmus zu folgen versucht, derweil seine Tischnachbarin Nadja Furrer aus Holziken eine Ratsche bedient. «Ein geiles Instrument», lacht sie. Und Ernst Nüesch aus Balgach SG geniesst die friedliche Stimmung am manierlichen Fest.

Neben Bier – 450 Liter sind da - gibt’s auch Süsses aus Musikantinnen- und Musikantenfrauenhand zu geniessen: Schwarzwälder, Rüeblitorte, Meraner Cake, Mangotorte, Zitronencake und Schoggikuchen.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1