Aarau
Fernwärme-Zentrale: Einsprache kann bereinigt werden

Die IBAarau kann sich mit dem Kanton wegen der Nutzung des Grundwassers doch noch einigen.

Sabine Kuster
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Die Wärmezentrale der IBAarau im Torfeld Süd hier noch im Rohbau.

Die Wärmezentrale der IBAarau im Torfeld Süd hier noch im Rohbau.

Pascal Meier

Der Rohbau der Fernwärmezentrale im Aarauer Torfeld Süd ist seit Ende letzten Jahres fertig. Doch abgeschlossen werden konnte das Projekt nicht. Im Sommer hatten drei Parteien Einsprache gegen das Bauprojekt erhoben, weil die Bewilligung für die Nutzung des Grundwassers fehlte.

Die IBAarau will für diese Fernwärmezentrale dem Grundwasserstrom der Aare im Winter Wärme und im Sommer Kälte entziehen. Der Rücklauf des abgekühlten bzw. aufgewärmten Wassers geschieht in der Telli, wo auch der Kanton fürs Polizeikommando und die Berufsschule Grundwasser nutzen.

Es ist nicht klar, wie stark der Rücklauf der Fernwärmezentrale diese anderen Heizungen beeinflussen wird. Laut Verordnung darf die Temperatur des Wassers nur um drei Grad variieren.

Verhandlungen auf gutem Weg

Die Einsprachen zweier Parteien konnten in den vergangenen Monaten bereinigt werden. Nun ist noch jene des Kantons wegen dem Polizeikommando hängig. «Wir sind zuversichtlich, dass wir auch diese in den nächsten zwei Woche bereinigen können», sagt IBAarau CEO Hans-Kaspar Scherrer. Man sei auf gutem Weg. Das bestätigt Kantonsbaumeister François Chapuis: «Auch wir gehen von einer abschliessenden Bereinigung bis Ende März 2015 aus.»

Die beiden Parteien haben sich auf ein Messkonzept einigen können, mit dem überprüft werden soll, ob die Wasser-Temperatur nicht zu stark steigt oder sinkt, wenn die Fernwärmezentrale am Netz ist.

Wenn der Grenzwert nicht eingehalten werden kann, muss die IBAarau eine Lösung finden. Infrage kommt, den Standort des Brunnens verlegen, so dass das rücklaufende Wasser die Heizung des Polizeikommandos nicht mehr tangiert. Dies würde aber laut Scherrer «einige 100 000 Franken» kosten. Eine andere Möglichkeit wäre, dass sich der Kanton gleich auch noch von der Fernwärmezentrale mit Energie versorgen lassen würde. Scherrer sagt: «Wir sind der Meinung, dass die Beeinflussung der Wassertemperatur im zulässigen Bereich liegen wird.»

Wärme als erstes fürs Hochhaus

Werden sich der Kanton und die IBAarau in den nächsten beiden Wochen einig, so kann die Fernwärmezentrale Torfeld immer noch pünktlich in Betrieb genommen werden. Als erstes wird das Hochhaus von Gastro-Social ans System angeschlossen.