Aarau
FDP will intelligente Beleuchtung – doch wie hoch ist das Sparpotenzial?

Die Freisinnigen interessieren sich für das Sparpotenzial von LED-Lampen mit Bewegungssensoren.

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Was würde eine LED-Beleuchtung für Aarau bringen? (Im Bild LED-Beleuchtung im Churer Rheintal)

Was würde eine LED-Beleuchtung für Aarau bringen? (Im Bild LED-Beleuchtung im Churer Rheintal)

Keystone

Was würde es bringen, wenn die Stadt Aarau intelligent gesteuerte LED-Beleuchtung einsetzen würde? Dies will FDP-Einwohnerrat Pascal Benz im Namen seiner Fraktion wissen. «Die Stadt Aarau stellt aus ökonomischen und ökologischen Gründen die öffentliche Beleuchtung sukzessive auf LED um», heisst es in der Anfrage. «Diese LED-Systeme sind allerdings nicht intelligent, was dazu führt, dass das Einsparpotenzial nicht vollends ausgeschöpft wird.» Intelligente LED-Systeme dimmen die Lichtstärke hinunter, wenn der Sensor keine Bewegung registriert.

Benz verweist auf eine Studie des Tiefbauamtes Bern, wonach intelligent gesteuerte LED-Beleuchtung «dreimal grössere ökonomische und ökologische Einsparungen erbringt als ‹dumme› LED-Beleuchtung». Die Zusatzkosten für Sensoren und Steuerung könnten innerhalb eines Jahres amortisiert werden, schreibt Benz weiter. Als Konsequenz daraus habe der Kanton Bern flächendeckend intelligent gesteuerte LED-Beleuchtung eingeführt. Tatsächlich schrieb die Berner Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion im Dezember 2015 dazu: «Die intelligent gesteuerte LED-Beleuchtung entlang der Kantonsstrassen liefert bedarfsabhängig gerade dann genügend Licht, wenn es der Kunde braucht. So können bei der Strassenbeleuchtung durchschnittlich 85 Prozent der Energie und über 90 Prozent der Kosten eingespart werden.»

Die Aarauer FDP möchte nun vom Stadtrat wissen, wie viel durch intelligente LED-Systeme in einem Zeitraum von 10 Jahren eingespart werden könnte. Besonderes Augenmerk legen die Freisinnigen dabei auf den Posten «Sanierung, Verbindung und Beleuchtung Graben/Igelweid».

Es sieht danach aus, als würde die FDP mit dem Vorstoss offene Türen einrennen. Denn die IBAarau testet seit dem Frühjahr zusammen mit dem städtischen Bauamt beim Veloweg neben der Schachenstrasse solche intelligenten LED-Systeme mit Bewegungsdetektoren. «Sobald ein Fussgänger oder Radfahrer durch den Sensor erfasst wird, steigert die Beleuchtung ihre Intensität von 20 auf 100 Prozent», erklärte Roland Dätwyler, Sprecher der IBAarau, im Mai gegenüber der az. Auch die beiden nächstfolgenden Leuchten werden auf 100 Prozent hochgefahren. Nach 30 Sekunden dimmen die Lampen wieder in den Ruhemodus von 20 Prozent.(NRO)