Parole

FDP Suhr gegen Zukunftsraum – in umliegenden Gemeinden ist das anders

Maja Riniker.

Maja Riniker.

Die Partei stellt sich hinter alt Gemeindepräsident Beat Rüetschi und gegen die neue Nationalrätin Maya Riniker.

Während sich die FDP in den anderen Gemeinden des Zukunftsraum Aarau als Fusionsbefürworterin engagiert, stellt sie sich in Suhr gegen die Fusionspläne: In einer Mitgliederbefragung sprachen sich zwei von drei Suhrer Freisinnigen gegen eine weitere Teilnahme am Zukunftsraum aus und damit gegen die Ausarbeitung des Fusionsvertrags. Wegen Corona war auf eine klassische Mitgliederversammlung verzichtet worden. Die Teilnahme an der Befragung war laut FDP-Ortsparteipräsident Urs Zimmermann hoch. Entsprechend hoffe die Partei nun auf eine hohe Stimmbeteiligung an der Urne. Die Abstimmung vom 27. September sei «eine der wichtigsten der letzten Jahre».

Noch im März hatten sich verschiedene FDP-Exponenten und FDP-nahe Kreise als Zukunftsraum-Turbos geoutet. FDP-Nationalrätin Maja Riniker war aber die einzige Suhrerin in der Gruppe. Anfang Monat zeigten sich die FDP Unter- und Oberentfelden an einem Anlass im Hotel Aarau West weitgehend als Verfechter des Zukunftsraums. Auch in Aarau gilt die FDP als Befürworterin.

«In Suhr können die Vorhaben nicht selbst finanziert werden»

In einem Leserbrief in der AZ von heute Mittwoch äussert sich Maja Riniker folgendermassen zum Zukunftsraum:

Bewahren oder Neues gestalten?
«Autofahrer aus dem Feldquartier dürfen nicht mehr das Göhnhardquartier passieren. Suhrer Schüler bezahlen Eintritt in der Aarauer Badi. Schade, wir wohnen doch im gleichen Lebensraum. Die Unterschiede sind auch bei den Finanzen deutlich. Die Finanzen der Gemeinde Suhr sind in Schieflage. Die Nettoschuld pro Einwohner nimmt unaufhaltsam zu: von 376 (2016) bis 1437 (2019) Franken. Der Selbstfinanzierungsanteil sollte nicht unter 10 Prozent liegen, in Suhr ist er per Ende 2019 bei 6,8 Prozent. Aarau steigerte das Nettovermögen pro Einwohner auf 5185 Franken (2019), der Selbstfinanzierungsanteil betrug rund 16,4 Prozent. Wir hören an der Gemeindeversammlung in Suhr jedes Jahr, dass die Finanzerholung bald eintreffen wird. Daran habe ich den Glauben verloren. In Suhr können die geplanten Vorhaben nicht selbst finanziert werden. Entweder übertragen wir diese Schulden der nächsten Generation, erhöhen die Steuern oder aber wir fusionieren mit Aarau und packen die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam an.»

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1