Wahlkampf

FDP Schweiz hofft auf einen Sieg in Aarau: «Wir haben die Antworten auf die Fragen»

Die FDP-Hoffungsträger Suzanne Marclay und Hanspeter Hilfiker mit Petra Gössi.

Die FDP-Hoffungsträger Suzanne Marclay und Hanspeter Hilfiker mit Petra Gössi.

Die nationale Parteipräsidentin Petra Gössi rief die freisinnigen Kandidaten in der Aargauer Kantonshauptstadt dazu auf, «auf die Zähne zu beissen».

Es ist ein seltenes Ereignis, dass eine nationale Parteipräsidentin in Aarau an einem kommunalen Wahlanlass auftritt: Am Samstag tat es Petra Gössi. In der Kantonshauptstadt haben die Freisinnigen vor vier Jahren das Stadtpräsidium an die Sozialdemokraten verloren.

Jolanda Urech (SP) wurde Nachfolgerin von Marcel Guignard (FDP). Jetzt soll, so hoffen es die Freisinnigen, Hanspeter Hilfiker die Scharte auswetzen. «Es wäre eine sehr gute Sache für die FDP, wenn wir das Stadtpräsidium zurückerobern könnten», erklärte Petra Gössi am Rand der Veranstaltung, die von rund 250 Personen besucht wurde. Viele Städte sind in den letzten Jahren nach links-grün gerutscht, die Bürgerlichen haben es schwer. Zu Unrecht, findet Petra Gössi. «Wir haben die Antworten auf die Fragen, die sich in den Städten stellen.» Etwa beim Verkehr, den Grünräumen, der städtebaulichen Entwicklung.

Petra Gössi sprach am Samstag beim Holzmarkt vor rund 250 Personen.

Petra Gössi sprach am Samstag beim Holzmarkt vor rund 250 Personen.

Generationenwechsel im Gang

Gössi zeigte sich an der Veranstaltung erfreut, dass neben den organisierenden Freisinnigen auch die CVP und die SVP vertreten waren. Es gehe um die bürgerliche Mehrheit. Die Präsidentin der FDP Schweiz stellte den Milizgedanken in den Mittelpunkt ihrer Ansprache. Dieser sei enorm wichtig. «Wir müssen uns einsetzen für unser Milizsystem.» Wenn wir davon abkommen sollten, würde die Staatsquote über die heutigen 40 Prozent steigen.

Erfreut zeigte sich Gössi, dass es der FDP Aarau gelungen sei, 34 Kandidaten für die Einwohnerratswahlen zu gewinnen (siehe unten). Besonders hob sie hervor, dass davon ein Drittel unter 35 Jahre alt sind. «Es findet ein Generationenwechsel statt», meinte Gössi. An die Adresse der Stadtpartei sagte sie, man müsse dafür sorgen, dass die Leute sähen, dass man zusammenhalte. Und an die Adresse der Kandidaten erklärte sie: «Man muss im Wahlkampf auch auf die Zähne beissen können.»

«Auf allen Ebenen gute Leute»

Gössi streifte kurz das Thema Bundesratswahlen. Die FDP habe auf allen Ebenen gute Leute und eine Auswahl: «Ich bin als Parteipräsidentin extrem stolz auf unsere drei Kandidaten.»

Stadtparteipräsidentin Suzanne Marclay-Merz meinte mit Blick auf die Einwohnerratsliste ihrer Partei: «Wir haben erfolgreiche Grundlagen, um im Herbst durchzustarten.» Und sie wiederholte das Wahlziel der Freisinnigen bei den Stadtratswahlen: «Wir wollen nicht nur unsere zwei Sitze verteidigen, sondern mit dem bürgerlichen Schulterschluss die bürgerliche Mehrheit halten.» Diese zu brechen, ist das Ziel der Sozialdemokraten.

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