«Special Olympics Switzerland»

FC Auenstein will beeinträchtigte Kinder integrieren

Zwei Spieler kämpfen in einem Spiel der «Special Olympics Switzerland» in Genf um den Ball. (Archivbild)

Zwei Spieler kämpfen in einem Spiel der «Special Olympics Switzerland» in Genf um den Ball. (Archivbild)

Der Fussballclub Auenstein ist der einzige im Kanton Aargau, der beim Projekt von «Special Olympics Switzerland» mitmacht.

Der FC Auenstein lädt am 20. Februar zu einem ganz besonderen Schnupper-Training in die Turnhalle Husmatt: Angesprochen sind Kinder und Jugendliche zwischen sechs und zwölf Jahren, die an einer geistigen oder körperlichen Beeinträchtigung leiden und gerne Fussball spielen möchten. Initiiert – respektive nach Auenstein geholt – hat dies René Bieri. Der Juniorenobmann und -trainer beim FC Auenstein ist fleissiger Leser des Newsletters vom Schweizerischen Fussballverband. Dort stiess er auf eine Umfrage von «Special Olympics Switzerland». Die Organisation suchte Fussballvereine, die man für mehr Inklusion gewinnen könnte. «Ich fand, das wäre etwas für uns», erzählt Bieri der AZ. Der FC Auenstein sei es sich gewohnt, mit Menschen zu tschutten, die «nicht Nullachtfünfzehn» seien: Eine Gruppe Flüchtlinge, zwischen 14 und 18 Jahre alt, trainierte eine Zeit lang auf dem Juniorenplatz des FC Auenstein, und in den Reihen des Vereins hat es bereits jetzt ein Kind, das die Schule Zeka (Zentren für Körperbehinderte) besucht.

Derzeit hat der FC Auenstein rund 120 Mitglieder, davon 34 Kinder- und Jugendliche. Die Erste Mannschaft spielt in der 5.Liga. Darüberhinaus gibt es eine Ü30- und, in Zusammenarbeit mit Nachbarvereinen, eine Ü50-Mannschaft. Im Aargau ist der FC Auenstein laut Bieri derzeit der einzige Verein, der Fussball für beeinträchtigte Kinder und Jugendliche anbieten will. Entsprechend breit gestreut wurde der Flyer, mit dem auf das Schnupper-Training aufmerksam gemacht wurde. Es seien auch Kinder aus anderen Regionen willkommen, sagt der Trainer. Die ersten Anmeldungen sind bereits eingegangen.

Das Schnuppertraining dauert rund eine Stunde und wird von einem Mitglied von «Special Olympics Switzerland» begleitet. Wie es danach weitergeht? Bieri, der hauptberuflich als Informatiker arbeitet, sich aber seit Jahren ehrenamtlich für Kinder und Jugendliche engagiert, erklärt: «Der Grundgedanke von Special Olympics ist, beeinträchtigte Kinder ins Vereinsleben zu integrieren.» Nun komme aber Beeinträchtigung in vielen Formen und Ausprägungen daher. Es sei deshalb noch nicht ganz klar, in welcher Form es nach dem Schnuppertraining weitergehe, sagt er. Denkbar wäre, interessierte Kinder in die normalen Fussballmannschaften einzugliedern. «Bei den Junioren geht es ja noch nicht so streng zu und her.» Vielleicht schaffe man aber auch eine separate Trainingsgruppe. «Das kommt ganz darauf an, wie viele Kinder kommen und welche Bedürfnisse sie haben. Am Ende muss das Zusammenspiel Kind-Trainer-Eltern einfach stimmen.»

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