Aarau
FC Aarau verhängt nationales Stadionverbot gegen drei Basler Randalierer

Bei der «Schlacht vom Brügglifeld» stürmten Anhänger des FC Basel nach dem Schlusspfiff den Rasen des Aarauer Brügglifelds. Nun hat der FC Aarau den ersten drei dieser Basler «Fans» ein nationales Stadionverbot über zwei Jahre aufgebrummt.

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Einer der drei Randalierer von jenem 15. Mai 2014 ist ein FCB-Anhänger aus Kölliken, wie Tele M1 berichtet.

Wie Leo Locher, der damalige Sicherheitschef des FC Aarau, ausführt, stand der Randalierer nicht nur auf das Spielfeld, sondern warf auch Gegenstände gegen Personen. «Es gehört sich nicht, was er da an den Tag gelegt hat», sagt Locher zurückhaltend.

Das Stadionverbot sei «ein Zeichen», so Locher weiter – auch ein Zeichen, das die Leute erwarten würden.

Alle drei Randalierer müssen damit in den nächsten zwei Jahren bei Fussball- und Eishockeyspielen in der Schweiz draussen bleiben.

Entschuldigung auf Facebook

Immerhin: Der junge Kölliker entschuldigte sich einen Tag nach dem Match auf Facebook, schrieb dort in fehlerhaftem Deutsch «sory» und von einer «scheiss aktoin».

Wegen der Ausschreitungen ist auch die Aargauer Staatsanwaltschaft aktiv geworden. Sie ermittelt wegen Raufhandels und Landesfriedensbruchs. Wie Mediensprecherin Elisabeth Strebel gegenüber Tele M1 ausführt, drohen den drei Randalierern «Geldstrafen oder allenfalls Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren».

Am Samstag stehen sich der FC Aarau und der FC Basel wieder im Brügglifeld gegenüber. Dass es zum Saisonstart wieder zu Ausschreitungen kommt, ist unwahrscheinlich. Nicht nur, weil der FC Basel im Mai dank dem 3:1-Sieg die Meisterschaft auf sicher hatte, sondern vor allem weil die Liga den FC Aarau für die Ausschreitungen gebüsst hat und der Gästesektor deshalb für einmal frei bleiben muss. (pz)

Die "Schlacht von Aarau" (Mai 2014) Chaos auf dem Platz: FCB-Fans zünden Feuerwerk.
23 Bilder
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Die "Schlacht von Aarau" (Mai 2014) Chaos auf dem Platz: FCB-Fans zünden Feuerwerk.

Keystone