Gegen Gewalt
FC Aarau und Kanton spannen im Kampf gegen die Hooligans zusammen

Der FC Aarau und die Kantonspolizei wollen im Kampf gegen Gewalt bei Heimspielen zusammenarbeiten. Sie intensivieren die Massnahmen für die Identifikation von gewalttätigen Personen in der Fanszene und wollen vermehrt Stadionverbote verhängen.

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Gewalt wie hier seitens von Basler Hooligans gegen Fans des FC Aarau soll ein Riegel vorgeschoben werden.

Gewalt wie hier seitens von Basler Hooligans gegen Fans des FC Aarau soll ein Riegel vorgeschoben werden.

Keystone

In der Rückrunde der Saison 2013/2014 und in der Vorrunde der Meisterschaft 2014/2015 kam es bei Heimspielen des FC Aarau mehrmals zu Gewaltszenen. Der Kanton und der FC Aarau wollen der zunehmenden Gewalt nun gemeinsam Einhalt gebieten.

Stadion- und Rayonverbote sowie Meldeauflagen sollen vermehrt verhängt werden können. So sollen gewaltbereite Fans von den Heimspielen des FC Aarau ferngehalten werden. Zusätzlich werden die Massnahmen zur Identifikation von gewalttätigen Personen in der Fanszene intensiviert, schreibt der FC Aarau in einer Medienmitteilung.

Der FC Aarau will zudem im Vorfeld von Risikospielen im Brügglifeld eng mit den Verantwortlichen des Gastklubs, der Polizei am Standort des Gastklubs und der Swiss Football League zusammen arbeiten. Um Spieler und Schiedsrichter zu schützen, wird in allen Stehplatzsektoren ein Fangnetz installiert.

In extremen Fällen sollen Gästefans gar ganz vom Spiel ausgeschlossen werden. «Kommt es zu Gewalttaten, werden die strafrechtlichen Sanktionsmöglichkeiten konsequent und rasch ausgeschöpft», bekräftigt der Präsident des FC Aarau, Alfred Schmid.

Auch das Abfeuern von Pyros ist – entgegen der Meinung von vielen Fans – kein Kavaliersdelikt und wird schwer bestraft. So zieht das Abfeuern von zehn Fackeln im Heimsektor des FC Aarau eine Busse von 8000 Franken nach sich.

Die Massnahmen und deren Durchführung bedeuten für den FC Aarau kurzfristig steigende Sicherheitskosten. In der laufenden Saison muss mit einem Aufwand von 700'000 Franken gerechnet werden.