Am Samstag, nach dem epochalen Sieg gegen Servette (2:1), posierten die FCA-Spieler in Genf. Das Foto ist so aussergewöhnlich wie die Fussball-Party, die am kommenden Samstag in Aarau steigen wird: Dann findet das erste entscheidende Heimspiel des Jahres statt. Wenn Aarau gegen Lausanne-Sport gewinnt, ist die Barrage in Griffweite. Das Fussball-Fieber steigt. Auch viele Fans, die nur gelegentlich ins Brügglifeld-Stadion gehen, wollen am Samstag dabei sein – umso mehr, als die Wetteraussichten ermutigend sind.

Die wichtigsten Fakten: Das Spiel beginnt um 20 Uhr. Tickets erwirbt man am besten im Vorverkauf (bei Ticketcorner, aarauInfo oder FCA-Geschäftsstelle). Es hat noch wenige Tribünenbillette. Ein Stehplatz kostet 21 Franken (Lehrlinge/Studenten 16, Kinder 6). Wegen des grossen Ansturms empfiehlt es sich, eine halbe Stunde vor Spielbeginn im Stadion zu sein.

Zusätzlich eine Turnershow

Wenn es um Fussball geht, geraten die Aarauer Fans leicht in eine Euphorie. Mitte Februar, als sich abzeichnete, dass dieser Frühling für den FCA sehr gut werden könnte, besuchten 3777 Personen das Spiel gegen Chiasso. Das war Saisonrekord – er dürfte am kommenden Samstag pulverisiert werden. Theoretisch haben 8000 Zuschauer im Brügglifeld Platz!

Am Samstag gibt es nicht nur einen Fussball-Kracher, sondern auch eine zweiteilige Turnershow – als Vorspiel für das Eidgenössische im Juni. Vor dem Match (19.45 Uhr) und während der Pause werden vier Spitzenvereine des Turnverbandes auftreten: TV Lenzburg, Aerobic; TV Eien-Kleindöttingen, Boden; TV Sulz, Gymnastik; STV Marbach, Grossfeldgymnastik.

Aufstieg ohne neues Stadion

Neben dem Stolz auf den Sieg in Genf und der Vorfreude auf das Lausanne-Spiel gibt es beim FC Aarau Genugtuung: Die Swiss Football League hat ihm einmal mehr in erster Instanz die beantragte Lizenz II für die Saison 2019/2020 erteilt. Für den FCA sind damit alle Optionen offen: Er kann sowohl in der Challenge League als auch in der Super League spielen. Ein Aufstieg wäre also – auch ohne neues Stadion im Torfeld – möglich. Dass Aarau so problemlos die neue Lizenz erhalten hat, ist laut Medienmitteilung drauf zurückzuführen, dass der Verein nachhaltig, im Rahmen seiner Möglichkeiten geschäftet.

1200 neue Klappstühle

Allerdings gabs die neue Lizenz nur mit drei Auflagen. Auflagen, die laut FCA-Medienmitteilung «zu erfüllen sind», also keine ernsthaften Probleme bieten. Am einfachsten ist das fehlende Diplom von Torhütertrainer Flamur Tahiraj. Er wird es bald erhalten.

Die Erfüllung der baulichen Auflage ist für den FC ebenfalls keine grosse Schwierigkeit: Denn er wird sie nicht finanzieren müssen. Dafür ist die Platzgenossenschaft zuständig, die zudem auf Beiträge aus dem Swisslos-Sportfonds hoffen kann. Die Gesamtkosten werden einige hunderttausend Franken betragen. Beide Auflagen sollten ohne Baugesuchsverfahren zu erfüllen sein.

Erstens müssen die 1200 orangen Sitze auf der Tribüne in der kommenden Sommerpause demontiert werden. Aus Sicherheitsgründen sind Klappsitze notwendig. Mit Klappsitzen ist im Notfall die Evakuation der Zuschauer schneller möglich (mehr Platz in den Gängen). Die neuen Sitze sollen die FCA-Farben (weiss, schwarz, rot) haben. Wie genau, wird noch diese Woche entschieden.

Zweitens muss die Drainage des Rasens verbessert werden. «Denn bei starkem Regen liegt zu viel Wasser auf dem Spielfeld», so die Mitteilung. Es müssen 13 Schlitze (je 60 Zentimeter) quer über das Feld gegraben werden. Dies geschieht in zwei Etappen. Im kommenden Winter und in der Sommerpause 2020.