Aarau
Farbige Rutschbahn für Telli-Hochhäuser? Wenn Kinder mitbestimmen

Die Telli-Wohnblöcke sind schweizweit bekannt. Zwei der Hochhäuser werden nächstes Jahr für über 100 Millionen Franken saniert. Das Aussergewöhnliche daran: Kinder dürfen ihre Wünsche einbringen. Ob sie auch berücksichtigt werden, bleibt offen.

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581 Wohnungen der "Telli-Staumauer" werden nächstes Jahr saniert. Die Eigentümerin, die Axa Winterthur, will sie besser isolieren. Mit Solaranlagen und neuen Fenster will man 1000 Tonnen CO2 pro Jahr sparen. Kostenpunkt: Über 100 Millionen Franken.

"Die Fenster sind 40-jährig. Eine Energieschleuder", sagt Benjamin Bartmann zum Regionalsender Tele M1. Der Projektleiter war am Dienstag bei den Viertklässlern des Telli-Schulhauses zu Gast. Auch sie sind vom Umbau betroffen. Drei Viertel wohnen in den Hochhäusern.

In einem Projekt haben sich die Schüler damit beschäftigt, wie man das Areal aufwerten könnte. Optimierungspotenzial sehen sie vor allem bei den Aussenanlagen. Die Fussballtore auf dem Spielplatz haben kein Netz. Das Netz auf dem Tennisplatz ist kaputt. Von Bartmann gefragt, wünscht sich ein Mädchen mehr Farben: "Es sieht so traurig aus." Eine Klassenkameradin findet die Umgebung "langweilig und trostlos". Darum gehe nie irgendjemand dort spielen, stellt ein anderes Mädchen fest. Ausserdem soll dort nicht geraucht werden dürfen, findet eine Kollegin. Die Idee der Mädchen: eine farbige Rutschbahn. Der Tenor ist klar: "Das wäre cool."

Bartmann will die Anregungen in das Projekt wenn möglich einfliessen lassen. Er konstatiert: "Die Jungen spielen Fussball, für die Mädchen gibt es nichts. Das schauen wir uns sicher an." (mwa)