Aarau Rohr
Familien im Stadtteil Rohr werden ab dem Schuljahr 2014/15 unterstützt

Budgetiert ist zwar noch nichts und auch ein geeigneter Raum noch nicht gefunden – der Stadtrat verspricht dennoch, die familien- und schulergänzenden Tagesstrukturen (Fusta) aufs neue Schuljahr in Rohr einzuführen.

Sabine Kuster
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Mittagstisch und Betreuung der Kinder nach Schulschluss sollen auch in Rohr eingeführt werden.

Mittagstisch und Betreuung der Kinder nach Schulschluss sollen auch in Rohr eingeführt werden.

Keystone

Die Eltern im Stadtteil Rohr warten seit langem sehnlichst auf einen Mittagstisch und Betreuung der Kinder nach Schulschluss. In der Vergangenheit wurde Fusta (familien- und schulergänzende Tagesstrukturen) für Rohr mehrmals gefordert. Im Mai 2012 hatte der Einwohnerrat die Motion «Einführung von Fusta im Ortsteil Rohr» gegen den Antrag des Stadtrates überwiesen.

Eltern bezahlen mehr

Für Fusta im restlichen Teil der Stadt sind für dieses Jahr 2,45 Millionen Franken vorgesehen. Im Budget 2014 jedoch sind es nur noch 2,26 Millionen. Dies, weil die Elternbeiträge gestiegen sind, die Stadt rechnet mit Mehreinnahmen von rund 160 000 Franken.

Geld für Fusta im Stadtteil Rohr ist im Budget nicht enthalten. Einwohnerrätin Irene Bugmann Oelhafen (Pro Aarau) wollte vom Stadtrat wissen warum. Stadtrat Michael Ganz erklärt, man kenne eben die genauen Kosten noch nicht, deshalb sei dieser Budgetposten noch nicht aufgeführt. Wenn die Lösung klar sei, könne die Finanzierung immer noch per Nachtragskredit gesprochen werden, so Ganz.

Auch dort ein Provisorium?

Auf jeden Fall hält der Stadtrat am Versprechen fest, dass die Rohrer Eltern ab dem neuen Schuljahr 2014/15 fest mit einem Angebot rechnen können. So steht es auch im Jahresziel des Budgets 2014.

«Es gibt Objekte in Rohr, aber diese entsprechen unseren Anforderungen nicht», sagt Michael Ganz und zeigt sich dennoch zuversichtlich, dass bis in einem Jahr zumindest ein Angebot für eine halbe Gruppengrösse besteht. «Der Stadtrat sucht mit allen Möglichkeiten eine Lösung.» Auch ein Provisorium komme für den Stadtrat infrage.