Hirschthal

Fall Hirschthal: Mehrere Frauen melden sich auf Fahndungsaufruf

Das Fahndungsfoto des Hirschthal-Täters Heinz Käser.

Heinz Käser

Das Fahndungsfoto des Hirschthal-Täters Heinz Käser.

Heinz Käser aus Hirschthal überfiel am Sonntag auf brutalste Weise eine 18-Jährige Frau. Die Ermittler wollen wissen: Wurden noch andere Frauen von Käser angegriffen? Die az weiss: Auf den Fahndungsaufruf haben sich bereits mehrere Frauen gemeldet.

«Wir gehen davon aus, dass der Täter am Sonntag nicht zum ersten Mal eine Frau belästigt hat», sagte Kripo-Chef Urs Winzenried am Dienstag an einer Medienkonferenz zum brutalen Überfall von Hirschthal. Das ist der Grund, weshalb die Kantonspolizei in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft einen Fahndungsaufruf erlassen hat und das Bild des Täters veröffentlichte.

Und tatsächlich: Wie Recherchen der az ergeben, meldeten sich seit Dienstag mehrere Frauen bei den Strafbehörden. Bereits vor dem Fahndungsaufruf hatte sich eine Frau bei der Polizei gemeldet, die von Käser belästigt worden war.

Im Aargau sind jedoch keine ähnlichen Delikte aus vergangenen Monaten hängig. Käser ist bisher weder im Strafregister aktenkundig, noch ist er der Polizei in einer Weise aufgefallen.

Keine Stellungnahme

Für den Fall ist laut der neuen Strafprozessordnung die Staatsanwaltschaft zuständig - die Kantonspolizei darf sich deshalb nicht zu den Recherchen der az äussern. Im Gegensatz zur Polizei unterhält der Mediendienst der Staatsanwaltschaft keinen Pikettdienst an Feiertagen. Deshalb konnte die az Elisabeth Strebel, Mediensprecherin der Staatsanwaltshaft, heute bisher nicht für eine Stellungnahme zu den neusten Erkenntnissen erreichen.

Opfer ist sich dem Schutzengel bewusst

In der Nacht auf Sonntag war eine 18-jährige Frau auf ihrem Heimweg, als sie von Heinz Käser angeschossen und angegriffen wurde. Der 28-jährige psychisch angeschlagene Täter wollte laut Polizei sein Opfer töten. Es gelang ihm nur nicht, weil seine Pistole nicht mehr funktioniert hatte.

Die Opferfamilie wollte gestern gegenüber Tele M1 keine Stellung beziehen. Nur so viel: Die 18-jährige Frau stehe unter Schock. Es sei schwierig, den Überfall zu verarbeiten, so die Mutter des Opfers. (sha/phm)

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