Biberstein

Ex-Miss-Schweiz-Kandidatin klaute Aarefähre-Papagei: «Ich habe mich in den Vogel verliebt»

Ex-Miss-Schweiz-Kandidatin klaute Aarefähre-Papagei

Ex-Miss-Schweiz-Kandidatin klaute Aarefähre-Papagei

Vor wenigen Wochen wurde in der Aarefähre in Biberstein ein Papagei entwendet. Nun ist klar: Die Täterin ist eine ehemalige Miss-Schweiz-Kandidatin.

Ende Januar wurde im Restaurant «Käpten Jo's Aarfähre» in Biberstein ein Kakadu entwendet. Nun ist klar: Die Täterin ist Melanie Seifried, eine ehemalige Miss-Schweiz-Kandidatin.

Es war ein skuriller Diebstahl, der sich am 27. Januar 2017 in Biberstein ereignete. Der Kakadu des Restaurants «Käpten Jo's Aarfähre» wurde aus der Volière gestohlen.

Nun hat Tele M1 herausgefunden, wer hinter dieser Tat steckte. 2013 sorgte sie auf den Laufsteg für Schlagzeilen – im Januar 2017 leistet sie sich dann aber einen herben Fehltritt: die ehemalige Aargauer Miss-Schweiz-Kandidatin Melanie Seifried klaute den Vogel in Biberstein.

Liebe zum Vogel

«Ich habe mich ein bisschen in den Vogel verliebt», begründet Melanie Seifried ihre Tat. Sie habe es irgendwie nicht richtig gefunden, dass der Papagei in der Volière bei den anderen Vögeln sein müsse. «Ich hatte das Gefühl, er fühlt sich nicht wohl.»

Unter dem Einfluss von ein paar Bier, getrieben von falscher Tierliebe kommt sie dann auf die verhängnisvolle Idee, denn Vogel zu «befreien». «Ich habe zuhause die Metallsäge geholt und dann das Schloss aufgesägt», so die Ex-Miss-Kandidatin. 

Der Vogel habe regelrecht auf sie gewartet und gewusst, dass sie ihn nun abholen komme. «Das hat super geklappt.»

«Corpus delicti flog in der Stube herum»

Allerdings kommt ihr die Polizei rasch auf die Spur. Bei einer Hausdurchsuchung fliegt sie dann auf. Kapo-Sprecher Bernhard Graser: «Noch an der Türe stehend, hat sie zugegeben, den Vogel gestohlen zu haben. Das Corpus delicti ist hinter ihr in der Stube herumgeflogen.» 

Nun hat Melanie Seifried eine Strafanzeige am Hals. Sie bedauert, dem Aarfähre-Beizer und Besitzer des Vogels so viel Kummer bereitet zu haben: «Es tut mir leid, dass ich die Situation falsch eingeschätzt habe.» Sie habe sich einfach so sehr verbunden gefühlt mit dem Vogel: «Er versteht das wohl am besten.»

Doch aller Reue zum Trotz: Die Busse von 1200 Franken muss die junge Frau gleichwohl bezahlen. Zudem erwartet Seifried auf eine bedingte Geldstrafe. (edi)

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