Oberentfelden
Etwas Italianità am Tor zum Suhrental

Rolf Ammann eröffnet diese Woche die Trattoria Amano. «Das ist das schönste italienische Restaurant zwischen Zürich und Bern», sagt der Besitzer Rolf Ammann stolz.

Daniel Vizentini
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Die Trattoria Amano in Oberentfelden
8 Bilder
Kronleuchter, Bilder an der Wand – benvenuti all'Italia
In der Galerie hat selbst Präsident Mobutu einen Stuhl reserviert
Ammann verlagerte die Schuhproduktion nach Italien; jetzt holt er ein Stück Italien zurück
Die Steinwände sind noch original aus dem Jahr 1770
Besitzer Rolf Ammann bringt mit dem neapolitanischen Wirt Michele Simeone (v
Die grosszügigen Fenster gewähren Einblick in das Restaurant
Ein Kronleuchter aus Venedig sorgt für das nötige Licht

Die Trattoria Amano in Oberentfelden

An der Muhenstrasse 7 in Oberentfelden, gleich neben dem Ammann-Center, hat er ein altes Bauernhaus aus dem 18.Jahrhundert zur Trattoria Amano umbauen lassen. Morgen Mittwoch wird das Restaurant für mediterrane Küche eröffnet. Am Samstag, 3.November, ist von 13 bis 17 Uhr Tag der offenen Tür.

Im kleinen norditalienischen Dorf Gargallo lässt die Familie Ammann heute die Schuhe herstellen, die in den 80er-Jahren noch in Oberentfelden gemacht wurden. Nun hat Rolf Ammann ein Stück Italien nach Oberentfelden geholt. Für das mediterrane Ambiente sorgen verschiedene Details in der Einrichtung des Restaurants: Der ehemalige Sodbrunnen des Bauernhauses wurde umgebaut zu einer Oberentfelder Version der Fontana di Trevi.

«Das Geld, das hier hineingeworfen wird, werden wir für wohltätige Zwecke spenden», sagt Ammann. Im Innern des Restaurants dient il balcone di Romeo e Giulietta als Aussichtsplattform von der Galerie im oberen Stock auf den Speisesaal herab. Die künstlerisch geformten Balkongitter hat der Schmiedeverein Oberentfelden hergestellt. Ein imposanter Kronleuchter aus Venedig sorgt im Saal für das nötige Licht. An der Wand prangen zwei gemalte Bilder; eines von einem Mann und eines vor einer Frau. «Das Restaurant bietet eine Art Erlebnisgastronomie», sagt Ammann zum wiedergegebenen italienischen Flair. Künftig werde vielleicht noch ein Wintergarten an das Restaurant gebaut. Heute gibt es neben Esssaal und Bar auch eine Galerie für geschlossene Gesellschaften.

Pizzas stehen nicht auf der Karte

Pächter und Wirt des Restaurants ist der Neapolitaner Michele Simeone. Auf der Speisekarte stehen verschiedene italienische Spezialitäten. Pizzas werden in der italienischen Trattoria aber keine angeboten.

14 Monate lang dauerte die Renovierung des alten Bauernhauses und die Umwandlung zum Restaurant. «Wir haben das alte Haus komplett ausgehöhlt, die Steinwände gereinigt und die Holzstrukturen hervorgehoben», sagt Ammann. Neu sind der Boden und die grossen Fenster. «Man soll in das Restaurant hinein sehen können.»

Im Aussenraum füllen Kieselsteine den Boden und schaffen einen einheitlichen Übergang zum nebenstehenden Bankgebäude. Auf den ersten Blick macht die Trattoria einen edlen und gehobenen Eindruck; die Preise vermutet man teuer. «Wir haben uns gesagt: Wenn wir hier etwas aufbauen, dann soll es solid und edel sein», sagt Ammann. Die Preise würden «etwas gehobener sein, aber nicht teuer».

«Andere hätten das alte Haus abgebrochen. Wir wollten es erhalten, obwohl das die viel teurere Variante war.» Rolf Ammann wurde dieses Jahr 65. Das Restaurant sei sein Pensionierungsgeschenk.