Mountainbike

Esther Süss hat Ticket nach London schon fast gelöst

Esther Süss beim Mehretappenrennen Cape Epic, das sie gemeinsam mit ihrer Partnerin Sally Bigham gewann.ZVG

Esther Süss beim Mehretappenrennen Cape Epic, das sie gemeinsam mit ihrer Partnerin Sally Bigham gewann.ZVG

Esther Süss will beim Weltcuprennen in Belgien einen weiteren Schritt Richtung Olympiaqualifikation machen. Als bisher einziges Mitglied des Nationalteams hat sie die Selektionskriterien – ein achter Platz im Weltcup – erfüllt.

Rang vier beim Weltcupauftakt in Südafrika und gleich danach der Gesamtsieg beim Mehretappenrennen Cape Epic an gleicher Stätte – besser hätte die Saison für Esther Süss kaum beginnen können. «Ich bin selber ein wenig überrascht, aber natürlich sehr happy», gibt sich die 38-Jährige, angesprochen auf ihren gelungenen Saisonstart, bescheiden.

Dabei dominierte sie beim Cape Epic gemeinsam mit ihrer Teamkollegin Sally Bigham die gesamte Konkurrenz und konnte nicht weniger als sieben von acht Etappen gewinnen.

Die Form stimmt

Dennoch ist dieser Erfolg nicht mit dem Weltcup zu vergleichen. «Beim Cape Epic ist Teamwork gefragt, man muss zusammenarbeiten. Zudem gibt es auch keine Punkte für den Weltcup zu gewinnen und das Rennen zählt nicht für die Olympiaselektion», so Süss. Der Gesamtsieg war trotzdem wichtig für die Küttigerin, denn sie erhielt die Bestätigung, dass ihre Form stimmt.

Diese gute Form will Süss nun ins Belgische Houffalize mitnehmen, wo sie am Sonntag das zweite Weltcuprennen der Saison bestreitet. An das Rennen in Belgien hat sie gute Erinnerungen, fuhr sie doch bei ihrer letzten Teilnahme auf den sechsten Platz. «Es ist eine Strecke mit vielen langen Steigungen.

Unter die ersten Zehn

Das liegt mir», blickt Süss voraus. Die Aargauer Sportlerin des Jahres 2010 setzt sich einen Platz in den Top Ten zum Ziel und will damit ihre starken Leistungen von Südafrika bestätigen. «Das wäre ein weiterer Schritt in Richtung Olympia», meint sie.

Unabhängig vom Abschneiden in Belgien sind die Chancen hoch, dass Süss im August in London als eine von zwei Schweizer Vertreterinnen an den Start des Mountainbike-Rennens gehen wird. Als bisher einziges Mitglied des Nationalteams hat sie die Selektionskriterien – ein achter Platz im Weltcup – erfüllt.

Den Olympiakurs beschnuppern

Um sich optimal auf den Saisonhöhepunkt vorzubereiten, reist Süss direkt nach dem Weltcupeinsatz in Belgien gemeinsam mit Nationaltrainer Beat Stirnemann und sechs weiteren Athleten nach London. Dort kann die Gruppe während zweier Tage auf dem Olympiakurs trainieren.

«Das ist eine super Gelegenheit, um die Strecke besser kennen zu lernen und um zu sehen, wo die Schwierigkeiten liegen», meint Süss, die bei den Vorbereitungen auf ihr grosses Saisonziel nichts dem Zufall überlässt. Sie wird auch eine Testfahrt auf Video aufnehmen und sich diese danach immer wieder anschauen, um die Strecke zu verinnerlichen. Sollte Süss an den Olympischen Spielen teilnehmen, wird sie mit der Gewissheit an den Start gehen können, sich bestmöglich vorbereitet zu haben.

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