Nervosität liegt in der Luft. Einige Eltern sind angespannt, lassen sie doch ihren Sohn oder ihre Tochter zum ersten Mal ins Skilager. Die Schülerinnen und Schüler hingegen sind freudig nervös. «Ich freue mich auf mein erstes Skilager», sagt Nina. In Gianlucas Magengegend kribbelt es ein wenig, denn am Montag wird er zum ersten Mal aufs Snowboard stehen. Bereits wird auch diskutiert, wer mit wem in welchem Zimmer schlafen kann. Und Mara sagt: «Ich freue mich am meisten auf die Abendveranstaltungen.»

Das Skilager der Primarschulen Aarau wird laut Lagerleiter Michael Bruder zu einem grossen Teil von «Jugend + Sport» und der Stadt Aarau finanziert. Deshalb könne man die Lagerkosten tief halten. Rund 40 Fünftklässler haben sich angemeldet, für viele ist es das erste Skilager. In Zwischenflüh im Diemtigtal im Berner Oberland werden sie eine Woche im Schnee verbringen.

«Seit letzter Woche hat es zum Glück Schnee, und alle Anlagen sind offen», sagt Michael Bruder. Er leitet zusammen mit Annina Lanzberg und Daniela Walther das Skilager der Primarschulen Aarau. Bruder selbst ist zum ersten Mal in der Lagerleitung. «Ich bringe aber schon viel Lagererfahrung mit», sagt er. Letzte Woche noch machte er die letzten Abklärungen mit dem Metzger vor Ort, mit dem Dorfladen und organisierte die Skibillette. «Auch die Nerven der Eltern musste ich ein bisschen beruhigen», sagt er. Am gestrigen Tag der Abfahrt packt er die letzten Kisten mit Spielen und Radiorekorder in den Car.

Die Schüler sind bereits parat und stehen vor dem Eingang in den Car Schlange. Lagerleiterin Daniela Walther kreuzt jeden Namen ab, und kurz nach 10.30 Uhr ist die Liste vollständig, alle Schüler sind im Car. Die Tür schliesst sich, der Motor läuft. Doch sie öffnet sich nochmals: Michael Bruder legt noch einen Kuchen in den Stauraum des Cars. Jetzt kanns losgehen. Der Chauffeur hupt zweimal und biegt langsam in die Strasse ein. Die Eltern winken ihren Kindern hinterher, bis der Car nicht mehr zu sehen ist.